Aktuelle Nachrichten http://bayern.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright Fri, 22 Sep 2017 22:44:44 +0200 Fri, 22 Sep 2017 22:44:44 +0200 TYPO3 Aktuelle Nachrichten http://bayern.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg http://bayern.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-37618 Tue, 18 Jul 2017 17:45:42 +0200 Stadtplan München: bairischen Revolution und Räterepublik http://bayern.rosalux.de/news/id/37618/ Historische Daten und Chronologie von 1918-1919 Das Plenum R gestatete in Kooperation mit dem KEV und dem Kulturreferat der Stadt München einen historischen Stadtplan mit den wichtigsten Daten der bairischen Revolution und Räterepublik. Die Karte kann ab sofort im Kurt-Eisner-Verein, Westendstraße 19, 80339 München, abgeholt werden. 

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news-37601 Fri, 14 Jul 2017 17:35:25 +0200 Die Russische Revolution und ihre Wahrnehmung in Bayern, Deutschland & der Welt http://bayern.rosalux.de/news/id/37601/ Tagungsbericht einer zweitägigen Tagung in Würzburg

Die Russischen Revolutionen von 1917 gelten gleichzeitig als Zäsur und Determinanten der Geschichte des sogenannten kurzen 20. Jahrhunderts. Verbunden mit den Umwälzungen in Russland waren Hoffnungen und Utopien sowie Ängste vor einer Verbreitung der kommunistischen Weltrevolution gleichermaßen.

Die Rezeption dieses Jahrhundertereignisses soll im Mittelpunkt einer zweitägigen Tagung in Würzburg stehen. Es geht dabei in erster Linie nicht um die Geschichte der Russischen Revolutionen per se, sondern vielmehr darum zu ergründen, wie die russischen Ereignisse in Bayern, Deutschland, aber auch der Welt wahrgenommen wurden. Darüber hinaus soll geklärt werden, wie sich diese Wahrnehmung im Zuge des revolutionären Prozesses und des anschließenden Bürgerkrieges gewandelt hat.    

Während 2014 von Veranstaltungen rund um den Ersten Weltkrieg geprägt war, jähren sich momentan die Ereignisse der Russischen Revolutionen des Jahres 1917 zum hundertsten Mal. Dabei werden oft die beiden Revolutionen selbst sowie deren Auswirkungen auf das kurze 20. Jahrhundert untersucht, um in teils oft nur repetitiven und wenig originellen Vorträgen die Bedeutung des sogenannten Epochenjahres herauszustellen. Die Würzburger Tagung, die von Prof. Dr. Frank Jacob (New York) in Zusammenarbeit mit dem Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisiert worden war, widmete sich deshalb explizit anderen Fragestellungen, nämlich denen, die sich mit der Wahrnehmung der revolutionären Umwälzungen in Russland auseinandersetzten.

Den Anfang der Tagung bildete ein Panel, das sich mit der Rezeption der Russischen Revolutionen innerhalb der deutschen Linken beschäftigte. Riccardo ALTIERI (Potsdam/Würzburg) analysierte die Positionen der beiden KPD-Gründungsmitglieder Rosi Wolfstein (1888-1987) und Paul Frölich (1884-1953), die zunächst denen glichen, die der russischen Oktoberrevolution kritisch gegenüberstanden, jedoch gleichfalls der Auffassung waren, dass nur die Weltrevolution die drohende Diktatur des Bolschewismus hätte abwenden können. Andreas MORGENSTERN (Schiltach) lieferte eine weitere Perspektive auf die Ereignisse, allerdings aus Sicht der Sozialistischen Monatshefte, in denen zwar die Februarrevolution begrüßt, die Ereignisse im Oktober jedoch abgelehnt worden waren. Die Bolschewiki wurden als „Schreckgespenst“ empfunden, die einer als „natürlich“ geltenden deutsch-russischen Hegemonie in Europa im Wege standen. Im dritten Vortrag des Panels eruierte Tobias HIRSCHMÜLLER (Eichstätt) dann das Russlandbild im Vorwärts, wobei er die Ambivalenz der sozialdemokratischen Wahrnehmung des Zarenreiches, die nicht selten auch auf bürgerliche Stereotype zurückgriff, nachzeichnete. Lutz HÄFNER (Bielefeld/Göttingen) schloss das erste Panel schließlich mit einer Betrachtung der sozialdemokratischen und sozialistischen Erfahrungsräume zwischen 1918 und 1923 ab. Wurde im März 1917 noch von einem „ex oriente lux“ gesprochen, dass die „Sonne des Sozialismus“ durch den „Nebel und Dunst von Kapitalismus und Ausbeutung der Arbeiterschaft strahlen lassen könne“, wich die Euphorie bald einer Instrumentalisierung durch die Parteien im politischen Kampf der Nachkriegszeit, die sich schließlich, aufgrund des Terrors und des Bürgerkrieges in Russland in eine Ablehnung verkehrte. Insgesamt wurde im ersten Panel deshalb gezeigt, dass die Wahrnehmung der russischen Ereignisse innerhalb der deutschen Linken als ambivalenter und sich wandelnder Prozess verstanden werden muss. Ähnlich der Wahrnehmung der Französischen Revolution, war es der Verlauf des revolutionären Zyklus, der die Gefühlswelten zwischen Erstaunen, Freude, Ekel und Ablehnung bestimmten. Ungeachtet dessen führten die Russischen Revolutionen jedoch auch zur Genese ganz eigener Stereotype, etwa dem des „jüdischen Bolschewisten“.

Diese Vermengung des Antibolschewismus mit dem Antisemitismus wurde im zweiten Panel eingehender eruiert. Carsten Schapkow (Oklahoma) wies auf die zufälligen Kongruenzen zwischen Judentum und Revolution hin, die jedoch den meisten Vertretern selbst gar nicht bewusst waren bzw. nicht bewusst gelebt wurden (die meisten jüdischen Revolutionäre verstanden sich selbst nicht als Juden). Im Zuge der Konstruktion antisemitischer Verschwörungstheorien, die auf teilweise älterem Schrifttum basierten, wurde der neue Stereotyp des „jüdischen Bolschewisten“ konstruiert, wobei im Zuge desselben etwa Gustav Landauer (1870-1919) vorgeworfen wurde, an dieser Weltverschwörung aktiven Anteil zu haben. Dass derlei Konstruktionen auch aus dem katholischen Umfeld Bayerns stammen konnten, belegte Christoph VALENTIN (Münster), der die Haltung der Apostolischen Nuntiaturen in Deutschland und deren Wahrnehmung der Russischen Revolutionen eingehend untersuchte.

Abgeschlossen wurde der erste Tag schließlich zum einen von einem Vortrag von Anke NAPP (Hamburg), die die Verarbeitung der Russischen Revolutionen in deutschen Bildbändern der Jahre 1929 und 1932 untersuchte — „Sowjetkultur droht“ und „Der Kampf der Sowjets gegen die Kirche Christi“ — und dabei zeigen konnte, dass spezifisch anti-sowjetische Texte in Kombination mit einer ausgefeilten Semiotik und Bildkonstruktion genutzt wurden, um anti-sowjetische Bildwelten zu transportieren. Zum anderen rundete die Buchpräsentation „Diktatur statt Sozialismus“ von Jörn SCHÜTRUMPF (Berlin) den Abend ab, bei dem der Autor und Herausgeber neue und bisher unbekannte Perspektiven auf die Wahrnehmung der Russischen Revolution durch die deutsche Linke (1917/18) präsentieren konnte.

Regionale Perspektiven auf die Wahrnehmung der Ereignisse von 1917 lieferte am zweiten Tag der Konferenz zunächst Cornelia NAUMANN (München), die sich der Rolle Sarah Sonja Lerchs während des Januarstreiks 1918 in  München und ihrer den Bolschewismus ablehnenden Haltung widmete. Im Anschluss daran stellte Sven BRAJER (Dresden) die sächsischen Ereignisse des Jahres 1918/19 vor und analysierte die linken Rezeptionen des Aufstiegs der Bolschewisten innerhalb des „Roten Königkreichs“ Sachsen. Jule EHMS (Bochum) und Richard STOENESCU (Potsdam) schlossen das Panel mit einer zusätzlichen Betrachtung der Wahrnehmung innerhalb des deutschen Syndikalismus und Unionismus ab, wobei hier besonders der Vorwurf von deren Vertreterinnen und Vertretern, dass die Revolution schon deshalb gescheitert wäre, weil sie nicht dazu in der Lage gewesen war, den Staat per se zu überwinden, herausgearbeitet werden konnte. Die Positionen des ersten Panels wurden hier also auch jenseits der persönlichen Rezeptionsebene bestätigt, so dass für Deutschland eine Entwicklung zwischen Februar 1917 und 1919 konstatiert werden kann, im Zuge derer sich hoffnungsvolle Euphorie und Sympathie in Enttäuschung und politische Ablehnung verwandelten.

Panel 5 sollte schließlich Perspektiven jenseits der deutschen Grenzen vermitteln, weshalb Alexander FRIEDMAN (Saarbrücken) zunächst die Rezeptionsgeschichte der Russischen Revolutionen im Großherzogtum Luxemburg vorstellte. Die Ereignisse in Russland trafen zunächst auf fruchtbaren Boden, da die Wirtschaft Luxemburgs zwischen 1919 und 1921 von vielen Streiks betroffen war und sich die radikalen politischen Elemente des linken Spektrums, die durch die das Geschehen seit der Februarrevolution Aufwind erfuhren, 1921 schließlich die KPL gründeten. Für die Geschichte der Partei waren die russischen Ereignisse seither von immenser Bedeutung, insbesondere bei der Deutung der eigenen Geschichte. Ibolya MURBER (Budapest) stellte im Anschluss daran die Rolle der Russischen Revolutionen für die Lebensläufe des Austromarxisten Otto Bauer (1881-1938) sowie des ungarischen Kommunisten und Führers der dortigen Räterepublik, Béla Kun (1886-1938), dar, wobei sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der jeweiligen Wahrnehmung der russischen Ereignisse dezidiert herausarbeitete. Nachdem Reiner TOSSTORFF (Mainz) im Anschluss daran die Haltung der spanischen Anarchisten und Syndikalisten, die grundsätzlich, wie die der deutschen Linken, zwischen begeisterter Unterstützung und libertärer Ablehnung schwankte, vorgestellt hatte, analysierte Frank JACOB (New York) Emma Goldmans (1869-1940) Wahrnehmung der Russischen Revolutionen zwischen ihrer Abschiebung nach Russland im Jahre 1919 und 1925. Dabei durchlief die bekannte Anarchistin einen ähnlichen Prozess wie viele andere linke Intellektuelle auch, wurde jedoch zudem von der Tatsache geplagt, dass viele Vertreter des linken Spektrums in England und den USA, zu denen sie intensive Korrespondenzen unterhielt, nicht an den russischen Realitäten, die sie aus eigener Erfahrung berichten konnte, interessiert, sondern vielmehr immer noch in realitätsfernen Wunschvorstellungen und Utopien verhaftet waren.

Abgeschlossen wurde die Tagung vom sechsten Panel, das sich mit historiographischen, didaktischen und musealen Perspektiven auf die Russischen Revolutionen befasste. Vincent STREICHHAHN (Halle) untersuchte dabei die „Kontroverse Lenin-Luxemburg“ im Spiegel der Forschungen in der Bundesrepublik und der DDR seit dem Ende des Russischen Bürgerkrieges und konnte Kontinuitäten und Diskontinuitäten des Diskurses anschaulich darstellen. Im Anschluss daran analysierte Andrea BRAIT (INNSBRUCK) Narrative des Revolutionsgeschehens in deutschen und österreichischen „Geschichtslehrwerken“ und konnte zeigen, dass die Vermittlung der Ereignisse von 1917 selten so erfolgt, wie es dem Lehrstoff angemessen wäre. Die konzeptionelle Umsetzung bleibt oft hinter den Möglichkeiten zurück und ist dabei in vielen Fällen durchaus von fachlichen Mängeln geprägt, weshalb noch mehr Sensibilisierungsarbeit für die Bedeutung des historischen Faktors der Russischen Revolutionen erfolgen muss. Im Zuge dessen kommt dem Museum als außerschulischem Lernort besondere Bedeutung zu und Kristiane JANEKE (Berlin) stellte zwei Ausstellungen — Landesmuseum Zürich, 24.2.2017-25.6.2017 und DHM Berlin, 20.10.2017-15.04.2018 — und deren Konzepte vor, um zu zeigen, wie die Russischen Revolutionen heute im Museum behandelt werden.

Insgesamt betrachtet kann anhand der verschiedenen Vorträge an beiden Tagen der Konferenz konstatiert werden, dass — gerade linke — Perspektiven auf die Russische Revolution sehr ambivalent ausfallen und die Ereignisse des Jahres 1917 zu durchaus heftigen Diskussionen und Kontroversen geführt haben, die sich bis heute, gerade im Hinblick auf die Auswikungen derselben auf das kurze 20. Jahrhundert, das Zeitalter der Extreme, fortsetzen. Das Jahr 2017 wird hoffentlich die Diskussionen um 1917 neu entfachen, wobei nicht nur die Revolutionen per se, sondern auch ihre Pervertierungen in einer diktatorischen Herrschaft des Bolschewismus, die gerade vom linken politischen Spektrum kritisiert wurde, im Zentrum der Untersuchungen, und das aus möglichst globaler Perspektive, stehen sollten.

Tagungsbericht: Frank Jacob (City University of New York), fjacob@qcc.cuny.edu 

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news-37377 Wed, 24 May 2017 13:36:02 +0200 Seminarwochenende für junge politisch Aktive http://bayern.rosalux.de/news/id/37377/ Der Kurt Eisner Verein/Rosa Luxemburg Stiftung Bayern veranstaltet Ende Juni/Anfang Juli ein Seminarwochenende für junge politisch Aktive aus Bayern. In dem Seminar wollen wir uns drei Tage lang vor allem mit linker politischer Praxis beschäftigen und uns praktische Handwerkszeuge aneignen. Wer links ist, will etwas verändern. Aber dazu braucht es verschiedene Dinge. Zunächst ist da das Wissen über die Gesellschaft, die kritisiert wird und verändert werden soll. Man braucht Menschen, die links denken und motiviert sind, sich einzubringen, und sich dafür mit anderen zusammentun wollen. Die Lust daran, sich zu organisieren oder zu vernetzen und für bestimmte Ziele zu streiten, ist unverzichtbar.

Wichtig ist aber auch zu wissen, wie man auf andere Menschen zugeht, Veranstaltungen organisiert und Kampagnen plant. Wir laden euch zu einem  Seminarwochenende ein, an dem wir uns vor allem mit praktischen Handwerkszeugen auseinandersetzen wollen, damit wir gesellschaftliche Veränderung erfolgreich gestalten können. 

Wie argumentiere ich gegen Rechstpopulismus? Wie verhalte ich mich in Diskussionsrunden? Wie plane ich eine Kampagne? Über die drei Tage wollen wir uns unter anderem mit politischer Rhetorik, Macht und Kommunikation beschäftigen und in angenehmer Atmosphäre das neue Wissen einüben.

An dem Seminar können 25 Personen teilnehmen, wobei wir auf eine Geschlechterquotierung und eine regional gleichmäßige Verteilung der TeilnehmerInnen achten.

Bewerbt Euch jetzt für das für das «Seminarwochenende für junge politisch Aktive». Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro. Bewerbungsschluss ist der 14. Juni 2017. Bitte schreibt uns in wenigen Zeilen, weshalb Ihr an dem Kurs teilnehmen wollt und wie Euer politisches Engagement aussieht. Am 16. Juni bekommt Ihr eine Antwort auf Eure Bewerbung.
Der Seminarort wird im Raum Nürnberg liegen. Seminartermin: Freitag 30. Juni ab 17 Uhr bis Sonntag 2. Juli um 16 Uhr

Weiter Informationen sowie Bewerbungen elektronisch oder per Post an
Kurt Eisner Verein - Rosa Luxemburg Stiftung Bayern | Niklas Haupt
Königstraße 95, 90762 Fürth, niklas.haupt@rosalux.org, Tel. 0911 76689900

Über die Bewerbungen entscheidet eine Auswahlkommission des Kurt Eisner Vereins - RLS Bayern.    

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news-14821 Mon, 08 May 2017 13:45:27 +0200 Neue Website Kurt Eisner - zum 150. Geburtstag http://bayern.rosalux.de/news/id/14821/ Am 14. Mai 2017 wäre der erste Ministerpräsident Bayerns, Kurt Einser, 150. Jahre alt geworden.  

Zu diesem Jubiläum präsentiert euch der Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung e.V. auf der neuen Website eine ausführliche Übersicht rund um die historische Persönlichkeit Kurt Eisner.


Die Seite
www.by.rosalux.de/kurt-eisner/  informiert über:

 

  •       Lebensdaten und Bilder
  •       Eisners Forderungen
  •       Material zu Eisner
  •       Orte in München

Darüber hinaus möchten wir auf zwei aktuelle Veranstaltungen zum Thema hinweisen:

Politische Kunst-Aktion zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner. 14. Mai 2017, 15 Uhr, Bavaria, Theresienwiese.
Weitere Infos unter: www.by.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/H21ME/kurt-eisners-150-geburtstag/
 

Ausstellung im Münchner Stadtmuseum: "Revolutionär und Ministerpräsident Kurt Eisner 1867-1919".
Weitere Infos unter: www.muenchner-stadtmuseum.de/sonderausstellungen/revolutionaer-und-ministerpraesident-kurt-eisner-1867-1919.html (Kontakt: stadtmuseum@muenchen.de)

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news-14653 Wed, 29 Mar 2017 16:13:58 +0200 Perspektiven auf den NSU-Komplex http://bayern.rosalux.de/news/id/14653/ Veranstaltungsreihe von April bis Juli 2017 in Nürnberg

Im Gedenken an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michéle Kiesewetter.

Ankündigungs-Jingle von Radio-Z

Flyer zur Veranstaltungsreihe

Im November 2011 wurde bekannt, dass Neonazis über ein Jahrzehnt hinweg Banken ausraubten, Bombenanschläge verübten und mindestens zehn Menschen ermordeten. Glaubt man der Bundesanwaltschaft steht seit über vier Jahren, mit der einzigen Überlebende des «Nationalsozialistischen Untergrundes» (NSU) und vier Unterstützern, das gesamte NSU-Netzwerk in München vor Gericht. Das Ende des NSU-Strafprozesses ist mittlerweile absehbar, die von Angela Merkel 2011 versprochene Aufklärung dagegen nicht. Sowohl der NSU-Prozess als auch die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse haben mehr Fragen als Antworten aufgeworfen.

Mit dieser sechsteiligen Veranstaltungsreihe sollen die verschiedenen Perspektiven auf den NSU-Komplex beleuchtet werden. Alle Vorträge finden im Nürnberger Stadtteilzentrum Desi statt und werden vom lokalen, alternativen Radiosender Radio Z (95,8 Mhz) aufgenommen und in Auszügen gesendet. Infos dazu findet ihr unter www.by.rosalux.de/nsunuernberg oder www.radio-z.net

Eine Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stifung Bayern - Kurt Eisner Verein, der Desi Nürnberg und Radio Z.

Die Veranstaltungsreihe:

Während der Veranstaltungsreihe findet vom 17.-21. Mai 2017 in Köln das Tribunal «NSU-Komplex auflösen» statt. In Workshops, Veranstaltungen und Diskussionen wird sich über mehrere Tage aus der Perspektive der Betroffenen mit dem NSU-Komplex beschäftigt und eine eigene Anklage und Forderungen formuliert. Mehr Infos auf: www.nsu-tribunal.de

Einlassvorbehalt gültig für alle Veranstaltungen dieser Reihe
Die Veranstalter behalten sich gem. § 6 VersG /Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extremen rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren.

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news-14586 Sun, 19 Mar 2017 17:38:47 +0100 RevolutionsWERKSTATT - Die bairische Revolution und Räterepublik 1918/19 http://bayern.rosalux.de/news/id/14586/ Historische Information, politische Diskussion, kreative Aktion (16. Januar bis 24. Februar)

Mit Film-, Vortragsabenden und einer gemeinsamen Werkstatt soll die Zeit der bayerischen Revolution und Räterepublik auf eine lebendige Art und Weise präsentiert und diskutiert werden. Veranstaltet vom Plenum R in Kooperation mit KEV und dem Kulturreferat der Stadt.

Die Revolutionswerkstatt richtet sich an Interessierte, die sich an einer aktiven Erinnerungskultur beteiligen wollen. Ziel ist die gemeinsame Erstellung eines „Revolutionskalenders“ und einer „Revolutionskarte“ für München und Bayern. Die gemeinsame kreative Arbeit dient als Vorarbeit für weitere Erinnerungsprojekte „100 Jahre Revolution und Räterepublik in München“ in den Jahren 2018/2019.

Alle Veranstaltungen finden statt in der: 

Sendlinger Kulturschmiede e.V. 
Daiserstraße 22
81371 München 


Weitere Informationen zu dem Jubiläum 100 Jahre Revolution: klick hier

Programm:

Mo, 16.1., 19 Uhr, Kurt Eisner. Politisch verfolgter Jude und erster Ministerpräsident des Freistaats Bayern

Prof. Frank Jacob, Würzburg / New York. Herausgeber des Nachlasses von Kurt Eisner im Auftrag der Rosa Luxemburg Stiftung. Mitherausgeber „Kurt Eisner: Gefängnistagebuch“, Metropol, 2016

Riccardo Altieri, Würzburg, Johanna Stahl Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Autor Der Pazifist Kurt Eisner, Kovač, 2015

Mi, 18.1., 19 Uhr, Die Wandervogelbewegung und ihr Einfluss auf die bairische Revolution

Der Wandervogel gründete sich als progressive Jugendbewegung um die Jahrhundertwende. Er ermöglichte es erstmals auch Mädchen und Volksschülern, an gemeinsamen Wanderausflügen teilzunehmen. Im Wandervogel versammelten sich Lebensreformer, Reformpädagogen, Demokraten, Anarchisten und Kommunisten. 

Fritz Letsch, München, Das andere Bayern e.V.

Do, 19.1., 19 Uhr, Sarah Sonja Lerch und die Januarstreiks 1918

Günther Gerstenberg (Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.) berichtet von den Streiks, die der Räterepublik voran gingen. Die Autorin und Dramaturgin Cornelia Naumann referiert über die bisher unbekannte "russische Steppenfurie" Sarah Sonja Lerch, die an der Seite Kurt Eisners kämpfte und sich in Stadelheim das Leben nahm. 

Do, 26.1., 19 Uhr, Film Rotmord
Fernsehspiel nach Tankred Dorst zum Theaterstück Toller
Regie: Peter Zadek, WDR 1969

Fr, 27.1., 19 Uhr, Frauen in der Revolution und Räterepublik. Ist die Revolution weiblich?

„Gesprungen & gejubelt haben wir, in die Arme sind wir uns gefallen in jener Nacht.“ (Hilde Kramer, 18 Jahre, über die Revolutionsnacht vom 7.11.1918 in München).

Die revolutionäre Begeisterung unter den Frauen ist groß – aber was hat sie gebracht außer dem Frauenwahlrecht? Welche Utopien hatten diese Frauen? Und welche haben wir heute? Und: Wen interessiert das überhaupt, damals wie heute…?

Christiane Sternsdorf-Hauck, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19.“, neuer ISP-Verlag, 2008

Marta Reichenberger, Autorin und ehem. Geschäftsführerin des Kulturzentrum Milbertshofen

Sa, 28.1., 14 Uhr, WERKSTATT
München in Revolution und Rätezeit

Mi, 1.2., 19 Uhr, Die Wittelsbacher und die Revolution

Der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt stellt der sogenannte Wittelsbacher-Ausgleichsfond eine in alle Ewigkeit munter sprudelnde Geldquelle für den bayerischen Adel dar. Er geht zurück auf die reaktionäre Politik im Bayern der 1920er Jahre nach der gescheiterten Räterepublik. Dazu liest Dr. Rudolf Stumberger aus seinem Buch München ohne Lederhosen – ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918-1968.

Do, 2.2., 19 Uhr, Die Revolution der Literaten

Lesungsabend mit einer Collage aus Ausschnitten und Zitaten von Zeitgenossen, die die Revolutionszeit persönlich erlebt haben - darunter Literaten wie Toller, B. Traven, Heinrich Mann u.v.a., aber auch Journalisten oder private Tagebuch-Verfasser.

Robert Hültner, Kriminalbuch-Autor von Inspektor Kajetan und Radio-Tatort im BR.

Ulrich Bardelmeier, Sprecher des PlenumR – Revolution und Rätedemokratie

Sa., 4.2., 14 Uhr, WERKSTATT
Bayern in Revolution und Rätezeit

Mi, 8.2., 19 Uhr, Von der Russischen zur Deutschen Revolution

Die Oktoberrevolution im Russland des Jahres 1917 veränderte die Welt und stand am Anfang einer Welle von Aufständen, Revolten und Revolutionen, die ganz Europa am Ende des Ersten Weltkriegs ergriffen. Welchen Einfluss hatte die Russische Revolution auf die Novemberrevolution von 1918 und deren Akteure?

Dr. Marcel Bois, Hamburg, Historiker, Autor von Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung, Klartext 2014. 

Do, 9.2., 19 Uhr, Gründung und Politik der KPD in Bayern 1919

Sebastian Zehetmair, Berlin/München, Historiker, promoviert zur „KPD in Bayern, 1919-1924“ an der Universität München und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. 

Sa, 11.2., 14 Uhr, KalenderWERKSTATT

Mo, 12.2., 19 Uhr, Filmabend: Es geht durch die Welt ein Geflüster
Dokumentarfilm über die Münchner Revolution und Räterepublik 1918/19
Mit der Autorin und Regisseurin Ulrike Bez

Mo, 13.2., 19 Uhr, „Hier Revolution! Wer dort?“ – Gustav Landauer, Erich Mühsam und der Anarchismus

Landauer und Mühsam gehören bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Vorgestellt wird das Engagement der beiden Revolutionäre und ihr Anarchismus-Verständnis jenseits von Zentralstaat und Kapitalismus samt Gegenwartsbezug.

Dr. Siegbert Wolf, Historiker, Politikwissenschaftler, Publizist. Herausgeber der Gustav Landauer Werkausgabe 2008-2016.

Dr. Peter Seyferth, München, Philosoph, Politikwissenschaftler, Punk.

Mi, 15.2., 20 Uhr, Autorenlesung mit Klaus Kordon: Die roten Matrosen

November 1918: Nach vier Jahren Weltkrieg verweigern die Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel den Befehl zum Auslaufen und kommen nach Berlin. Die Jungen Helle und Fritz freunden sich mit den meuternden Matrosen an, erleben die Revolution mit, den Sieg, die Niederlage. Eine ganze Mietskaserne in Berlins ärmster Gegend wird lebendig.

Vielfach ausgezeichneter Roman von 1984; aktuelle Auszeichnung: Frankfurter Buchmesse 2016: Sonderpreis des Deutschen Jugend-Literaturpreises; die Jury würdigte damit sein Gesamtwerk der Kinder- und Jugendliteratur.

Do, 16.2., 20 Uhr, Die SPD in der Revolution 1918/19 - Die SPD heute in Anbetracht von Neoliberalismus und Rechtspopulismus."

Eine Gesprächsrunde mit Florian von Brunn, Mitglied des Landtags (SPD) und Gästen

Mo, 20.2., 19 Uhr, Ernst Toller: Expressionismus und Revolution

Wolf-Dieter Krämer (Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.) berichtet über das Thema Rätedemokratie im Leben und den Werken von Ernst Toller. Das erste Drama Tollers Die Wandlung handelt von  Krieg und Pazifismus. Die im Gefängnis geschriebenen expressionistischen Dramen wie z.B. Masse Mensch thematisieren seine Erfahrungen der Revolutionszeit mit ihren Wirkungen der damaligen Gegenwart – bis in unsere  Gegenwart?

Di, 21.2., 19 Uhr, Revolution und Räterepublik in der städtischen Erinnerungspolitik

Dr. Sabine Schalm, Kulturreferat der Stadt München
Dr. Bernhard Schneider, Kulturreferat der Stadt München

Fr, 24.2., 15 Uhr, WERKSTATT Utopien für eine bessere Gesellschaft

Projektträger: Plenum R www.plenum-R.org
in Kooperation mit: Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung 

Gefördert von: Landeshauptstadt München und Bezirksausschuss 6 Sendling

Herzlichen Dank für die Unterstützung an die Kulturschmiede Sendling e.V.

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news-9076 Tue, 06 Sep 2016 12:18:00 +0200 Von wegen sicher! http://bayern.rosalux.de/news/id/9076/ Bericht vom Protestcamp gegen ein Abschiebelager in Bamberg im August 2016.

Monatelang plante ein breites Bündnis aus linken, antirassistischen Organisationen ein Protestcamp gegen ein sogenanntes Abschiebelager vom 4. bis 7. August. Der Kurt Eisner Verein – Rosa Luxemburg Stiftung Bayern beteiligte sich in der Form eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms an dem antirassistischen Camp. Zwar hat die Stadt Bamberg durch eine Blockadehaltung und zahlreiche Einschränkungen das Protestcamp in der ursprünglich geplanten Form verhindert, dennoch fanden die Proteste und auch das Bildungsprogramm in kleinerem Umfang statt.

Am Donnerstag den 4. August begann das Begleitprogramm zum Protestcamp mit einem Beitrag von Bernhard Baudler von der GEW, der über das sogenannte bayerische Integrationsgesetz informierte, welches vielmehr einem Ausgrenzungsgesetz gleichkomme. Der CSU ginge es mit dem Gesetz nicht um die Integration von Flüchtlingen sondern um Stimmungsmache und einen vermeintlich notwendigen den Schutz der bayerischen »Leitkultur« vor MigrantInnen. So soll »Jeder Einzelne […] zur Loyalität gegenüber Volk und Staat verpflichtet« werden. Eine solche gesetzliche Verpflichtung richtet sich nach Auffassung der GEW gegen eine offene Gesellschaft, gegen Zivilgesellschaft und Pluralismus. 

Besonders erfreulich war der Besuch von Dejan Marković aus Belgrad, einem Roma-Aktivisten des Forum Roma Srbije, der auf Einladung des Kurt Eisner Verein nach Bamberg kam. Er berichtete während der Camptage in mehreren Beiträgen über die politische, soziale und ökonomische Situation von Roma in Serbien – einem der vermeintlich sicheren Herkunftsländer. Zunächst hielt Dejan allerdings am Donnerstagabend einen Vortrag in Regensburg. Dort hatten Anfang Juli mehrere Dutzend Geflüchtete – vor allem aus den Ländern des Balkan – zunächst den Regensburger Dom und dann ein naheliegendes Pfarramt besetzt um gegen ihre geplanten Abschiebungen zu protestieren, bevor am 8. August die letzten BesetzerInnen durch die Polizei geräumt wurden. Nach der Veranstaltung mit circa 20 Personen, stattete Dejan den Geflüchteten im Pfarramt auch einen kurzen Besuch ab, um dann anschließend nach Bamberg weiterzufahren. Dort reisten am Freitag noch zahlreiche AktivistInnen an und konnten unter anderem eine Veranstaltung mit Gökay Akbulut von der Rosa Luxemburg Stiftung über die Situation von MigrantInnen und Flüchtlinge im deutschen Schulsystem sowie einen Workshop von Aktiven aus der Flüchtlingsunterstützungsorganisation Freund statt fremd Bamberg über die Bedingungen in dem Abschiebelager besuchen.

Am Abend fand dann eine Podiumsveranstaltung unter dem Titel »Solidarität und Widerstand vs. Ausgrenzung und Abschiebung – Podiumsveranstaltung zur aktuellen Verschärfung der Politik gegen Geflüchtete und Perspektiven antirassistischen Widerstands dagegen« mit über 150 TeilnehmerInnen statt. Gisela Seidler, Rechtsanwältin für Asyl- und Ausländerrecht, je ein Aktivist der Interventionistischen Linken und der Geflüchteten-Selbstorganisation Alle Bleiben sowie Dejan Markovic legten ihre Einschätzungen der momentanen migrationspolitischen Situation dar. Alle ReferentInnen zeichneten ein eher düsteres Bild; dem gesellschaftlichen Rechtsruck und den ständig neuen Verschärfungen des Asylrechts kann kaum massenwirksamer Widerstand entgegengestellt werden. Dennoch konnten den TeilnehmerInnen kleinere erfolgreiche Beispiele genannt werden, in denen es durchaus geschafft wurde, Erfolge zu erringen oder gesellschaftlich wirkmächtig zu werden. Insgesamt zeigte die Podiumsdiskussion zum einen, die Notwendigkeit der Vernetzung verschiedener gesellschaftlicher Initiativen und zum anderen, in kleineren aber dafür erfolgreichen Schritten zu denken, um eine breitere Wirksamkeit und antirassistische Perspektive zu entwickeln.

Nachdem am Samstag mehrere kleinere Workshops und eine große Demonstration gegen Abschiebelager und Ausgrenzung stattfanden, referierte Dejan am Abend vor gut 100 ZuhörerInnen in der Nähe des Abschiebelagers über die Situation der Roma in Serbien. Eindrucksvoll vermittelte er die verheerenden Lebensbedingungen der Roma in einem von Deutschland als sicherem Herkunftsstaat eingestuften Land. Die überwiegende Mehrheit der Roma ist von Arbeitslosigkeit betroffen und gezwungen in Wohnsiedlungen mit miserablen strukturellen und hygienischen Zuständen zu leben. Gesundheitliche Versorgung und eine höhere schulische Bildung sind für fast alle Roma nicht erreichbar. Zudem sind sie mit institutioneller Diskriminierung und teils gewalttätigen Übergriffen auf ihre Minderheit konfrontiert. In der an den Vortrag anschließenden Diskussion beteiligten sich auch zahlreiche Geflüchtete aus dem Abschiebelager in Bamberg, die von Verfolgung und Ausgrenzung in ihren Herkunftsländern berichteten. Die Veranstaltung verdeutlichte nochmals, dass es sich bei den Einstufungen diverser Länder als sicher Herkunftsstaaten um politische Entscheidungen handelt, die nichts mit der Lebensrealität der Geflüchteten aus diesen Ländern zu tun haben. So sind Roma weder und in ihren Herkunftsländern sicher und durch die Regelung der »sicheren Herkunftsstaaten« leider auch nicht in Deutschland. Vielmehr sind sie hier gezwungen, ohne Arbeitserlaubnis und mit der täglichen Angst vor der Abschiebung, in Lagern zu leben.

Insgesamt konnten während der vier Tage in Bamberg in über ein Dutzend Veranstaltungen verschiedene Bereiche des Themas Migration beleuchtet und zu einer Vernetzung zwischen AktivistInnen untereinander sowie mit Geflüchteten beigetragen werden. Der Kurt Eisner Verein – Rosa Luxemburg Stiftung Bayern bedankt sich bei dem Bündnis Solidarity4all für die fruchtbare Zusammenarbeit und allen, die zum Gelingen des Bildungsprogramms beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt allen ReferentInnen, die trotz der durch die Stadt in den Weg gelegten Steine unkompliziert und spontan auf die neue und teils unklare Situation reagiert haben, wie auch dem Belgrader Büro der Rosa Luxemburg Stiftung, welches die Reise von Dejan Marković im Rahmen des Projekts »Safe for whom?« ermöglicht hat.

Ein offener Brief des Bündnisses Solidarity4all als auch Hintergründe des Protestcamps können hier nachgelesen werden:
http://protestcamp-bamberg.antira.info/aufruf/
http://protestcamp-bamberg.antira.info/files/2016/08/Offener-Brief-Solidarity4all.pdf

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news-8775 Tue, 22 Mar 2016 19:14:00 +0100 Weder Anmut gespart noch Mühe: Pietsch/Reumschüssel mit „Brecht und die DDR“ http://bayern.rosalux.de/news/id/8775/ Da müsste man lange suchen und würde dann sehr wahrscheinlich zu dem Ergebnis kommen: Mit solch sorgfältiger Recherche, mit derartig intelligenter Präsentation, mit dieser Variationsbreite, mit vergleichbarer Intensität der Darstellung, mit einem so hochkarätigen Unterhaltungs- und Bildungswert dürfte es derzeit kein zweites Brecht-Interpretinnen-Duo geben. Von Michael Friedrichs

Im letzten Jahr zeigten Gina Pietsch und ihre Pianistin Christine Reumschüssel im überfüllten Augsburger Brechthaus – eingeladen vom Kurt-Eisner-Verein – ihr 15. Programm, „My best of BB“ (3gh 4/2015). Diesmal  schneiderten sie, auch mit Anregungen von Werner Hecht, ein 19. Programm extra für das Augsburger Festival zum Thema „Brecht und die DDR“, und zwar unter dem Stichwort „Um uns selber müssen wir uns selber  kümmern“. Dieser Satz war aus SED-Sicht eine weitere subversive Formulierung von diesem Brecht, der ja auch schrieb, „kein Führer führt aus dem Salat“, ausgerechnet in seinem „Aufbaulied der FDJ“ (1948), wo sich doch die Partei als nahezu unfehlbare Führung betrachtete.

Man kann sich jahrelang mit Brecht befasst haben – die Pietsch präsentiert einem immer noch Sachen, die man nicht kennt und die brillant sind, diesmal z.B. „Willem hat ein Schloss“ (zu Wilhelm Pieck), „Père Josèphe“ (aus den „Tagen der Kommune“, „Das Fischweib“ (aus „Die Verurteilung des Lukullus“), oder „Wie der Wind weht“, geschrieben zum Geburtstag von Ernst Bloch.

Zwischen die Lieder werden Gedichte oder kurze Prosapassagen gestreut, oder auch Satz 1 bis 4 aus Christine Reumschüssels prägnant akzentuierter „Kümmer-Suite in 4 kurzen Sätzen“. Eine wichtige Rolle kommt bei diesem Programm erwartungsgemäß den Buckower Elegien zu. „Im Blumengarten“ wird gesungen, anderes wird rezitiert, und man erhält so ein sehr plastisches Bild von Brechts schwieriger Position in der DDR. Das Konzert endet mit der „Kinderhymne“, aber – keine Überraschung – es endet natürlich noch nicht gleich, sondern erst nach zwei Zugaben, „Friedenslied“ und – als „kulinarisches“ Dessert angeboten, der „Seeräuber-Jenny“. Und bei diesem Finale furioso merkt man noch einmal die individuelle Klasse der Darbietung: Wie sie die Handlungs-Strophen und den Refrain stimmungsmäßig von einander absetzt, die Handlung zügig und derb berichtend, die Wunschvorstellung vom Schiff mit acht Segeln dagegen süß romantisch verklärt – so hat man das noch nicht gehört.

Am 7. Juli kommen die beiden übrigens wieder ins Brechthaus mit ihrem 14. Programm zum grünen Brecht: „Zum Beispiel das Gras“. Die Vorfreude ist schon angelaufen.

Erstveröffentlichung: Dreigroschenheft

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news-8774 Mon, 21 Mar 2016 18:53:00 +0100 Ausschreibung für eine Studie «Struktur- und Regionalpolitik im Freistaat Bayern» http://bayern.rosalux.de/news/id/8774/ Bewerbungsschluss: 11.4.2016 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung schreibt die Vergabe einer wissenschaftlichen Studie zur Struktur- und Regionalpolitik im Freistaat Bayern in Höhe von 20.000 € aus. Der Auftrag wird als Werkvertrag erteilt. Die Vergabe erfolgt bis zum 15. Mai 2016, über die Vergabe entscheidet eine Kommission. Die Fertigstellung der Studie wird bis spätestens 15.12.2016 erwartet.   

Durch Volksentscheid in Bayern wurde zum 1. Januar 2014 die Förderung und Sicherung «gleichwertiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse in ganz Bayern, in Stadt und Land» als Aufgabe des Staates und damit der bayerischen Staatsregierung bestätigt. Ein wichtiges Instrument der Landesentwicklung und der Strukturpolitik ist das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP), das am 1. September 2013 in der derzeit gültigen Fassung in Kraft trat. Dieses Programm spielt somit auch eine wichtige Rolle, wenn sich die bayerische Staatsregierung darum bemüht, dem neu gefassten Verfassungsziel gerecht zu werden. Das Ziel der Gleichwertigkeit der Lebens- und Arbeitsverhältnisse bezieht sich dabei auf eine ganze Reihe an Dimensionen der öffentlichen Regulierung, auf Fragen der Verteilung, der demografischen Entwicklung, der regionalen Struktur und der Infrastruktur.

Es gibt nicht wenige Indikatoren, die anzeigen, dass die Lebens- und Arbeitsverhältnisse im Freistaat noch weit von jener nunmehr verfassungsmäßig gebotenen und gewünschten Gleichwertigkeit entfernt sind. Die, als Anlage zum LEP veröffentlichte, Prognose der Bevölkerungsentwicklung kann hier beispielhaft genannt werden. Für die meisten Regionen wird ein deutlicher Bevölkerungsrückgang bis 2030 prognostiziert. Ausgehend von der Bevölkerungszahl 2010 soll dieser in einigen Regionen um 10 Prozent oder noch mehr betragen. So etwa in Oberfranken-Ost (14,1 Prozent Rückgang), oder in der Region Main-Rhön mit minus 10,1 Prozent). Es gibt nur wenige Regionen mit prognostiziert annährend stabiler Bevölkerungszahl (Mittelfranken, Regensburg, Landshut, Oberland und Südostoberbayern) – dagegen aber einen Zuwachs der Bevölkerungszahl in München von 10,3 Prozent. So zeigt sich auch, dass durch Strukturwandel eigentlich steigende Erwerbslosenzahlen durch Wegzug aus den betroffenen Regionen abgewendet werden, und die Vermutung liegt nahe, dass einige bayerische Regionen einem beträchtlichen innerbayerischem Binnenmigrationsdruck unterliegen.

In seiner Regierungserklärung vom 27. November 2014 «Heimat Bayern 2020» formulierte der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder, die eigentliche landespolitische Herausforderung liege darin, «dass Bayern nicht dauerhaft ein Land der zwei Geschwindigkeiten» werde.

Ziel der hier ausgeschriebenen Studie soll es sein, den Landesentwicklungsplan Bayern und damit die Maßnahmen und Pläne der bayerischen Staatsregierung hinsichtlich des neu gefassten Verfassungszieles der Förderung und Sicherung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu untersuchen. Dies kann und soll am Beispiel verschiedener, bedeutender Struktur- und regionalpolitischer Dimensionen geschehen. Etwa anhand der Herausforderungen, die die demografische Entwicklung für die unterschiedlichen Regionen Bayerns bedeutet, der Herausforderungen für Einrichtungen der Daseinsvorsorge und der Infrastruktur, für den Arbeitsmarkt, für die Nachfrage nach und die Bereitstellung von bezahlbarem und angemessenem Wohnraum und bezüglich derEinkommensungleichheit. Die zu untersuchenden Handlungsfelder sollten exemplarisch ausgewählt und analysiert werden. Erwünscht ist die Einbeziehung der Herausforderungen, die der fortschreitende digitale Wandel auch für Strukturpolitik im Freistaat Bayern bedeutet.

Bewerbungen für die ausgeschriebene Studie sollten die Darlegung eines geeigneten Forschungsdesigns inklusive Zeitplan und aussagekräftiger methodischer Überlegungen und einschlägige Referenzen der BewerberInnen enthalten. Teil der Darlegung des Forschungsdesigns ist dabei der Vorschlag und die entsprechende Begründung der zu untersuchenden strukturpolitischen Handlungsfelder.

Bewerbungsschluss ist der 11.04.2016. Die Entscheidung für die Vergabe der Studie wird zum 2. Mai 2016 erfolgen. Die Fertigstellung der Studie wird zum 15.12.2016 erwartet.

Ihre Bewerbung mit einer aussagekräftigen Forschungskonzeption richten Sie bis zum 11. April 2016 an: Andreas Thomsen, thomsen@rosalux.de; Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin.

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news-8648 Tue, 19 Jan 2016 14:20:00 +0100 POLITIKAKADEMIE FÜR JUNGE AKTIVE http://bayern.rosalux.de/news/id/8648/ Von April 2016 bis Oktober 2016 - Ein Kurs des Kurt-Eisner-Vereins / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern über Theorie und Praxis linker Politik. Bewerbt Euch jetzt für die «Politikakademie für junge Aktive». Die Teilnahmegebühr für den gesamten Kurs beträgt 75 Euro. Bewerbungsschluss ist der 14. Februar 2016.  

WORUM GEHT ES?

Linke Politik will die Welt verändern. Dazu braucht sie Wissen über die Gesellschaft und über die Machtverhältnisse, die sie verändern will. Sie braucht Menschen, die sich vor Ort engagieren wollen und die bereit sind, sich mit anderen gemeinsam einzusetzen. Linke Politik braucht Menschen, die sich nicht abschrecken lassen von der Macht der Anderen und die Spaß daran haben, sich mit anderen zu vernetzen und zu organisieren. 

Wir laden euch zu einem Kurs ein, in dem wir jungen Menschen theoretisches Wissen und praktische Handwerkszeuge vermitteln wollen, damit sie gesellschaftliche Veränderung erfolgreich gestalten können. Im Kurs werden wir uns zum einen mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen beschäftigen. Wie funktioniert der Kapitalismus, warum ist er so krisenanfällig? Warum gibt es Rassismus und Patriarchat? Wie können wir dem begegnen?

Zum anderen wollen wir uns mit der Praxis politischen Handelns auseinandersetzen. Wir wollen im Laufe des Kurses ein eigenes politisches Projekt entwickeln und auf die Beine stellen. Ihr bestimmt, um was für ein Projekt es sich handelt. Damit es erfolgreich wird, wollen wir uns zudem die dafür notwendigen Handwerkszeuge aneignen. Wie gewinnen wir MitstreiterInnen, wie organisieren wir politische Entscheidungsfindungsprozesse oder wie verfassen wir eine Pressemitteilung, die ankommt?

KURSPROGRAMM

Modul 1: Linke Politik – Geschichte wird Gemacht! Vergangenheit und Gegenwart linker Politik
(1.-3. April)

Wir wollen uns im Seminar mit der Geschichte der Linken auseinandersetzen, um Schlussfolgerungen für heute zu ziehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Geschichte der Linken in den beiden deutschen Staaten nach 1945 sowohl in ihrer parteiförmigen Verfasstheit als auch in Form sozialer Bewegungen und Initiativen. Wir wollen das erste Modul auch ausgiebig nutzen, um uns kennenzulernen und Erwartungen an den Kurs zu formulieren.

Modul 2: Immer anders und trotzdem unverwüstlich? Wie funktioniert der Kapitalismus?
(20.-22. Mai)

Wie funktioniert der Kapitalismus - und was wird darunter verstanden? Was bedeutet «Ausbeutung» und wie verändern sich soziale Ungleichheit, Armut und Reichtum im Kapitalismus? Wie entstehen Krisen? Der Kapitalismus bleibt nicht immer gleich: Vor 50, 60, 120 Jahren waren das Leben, die Geschlechterverhältnisse, die Arbeit – und die Hoffnung auf ein besseres Leben – anders als heute. Was hat sich verändert, was ist gleich?

Modul 3: Die Gesellschaft verändern – wie und mit wem? (24.-26. Juni)

Was muss passieren, was können und was müssen wir tun, damit der Kapitalismus überwunden werden kann und was sind Schritte auf diesem Weg? Wer ist Akteur von Veränderung? Gibt es noch eine Arbeiterklasse? Wie verändern sich Menschen in gesellschaftlichen Bewegungen? Wie erreichen wir wirkmächtige politische Mehrheiten? Wir befassen uns dabei auch mit den Ansätzen von Antonio Gramsci und Rosa Luxemburg, um Anregungen für eine heutige Politik zu gewinnen.

Modul 4: Organizing und Campaigning: Entwicklung eines eigenen Praxisprojekts (29.-31. Juli)

In diesem Modul wollen wir uns mit Theorien der geplanten Organisierung und Mobilisierung („Organizing“) sowie Projektmanagement in sozialen und politischen Kampagnen („Campaigning“) beschäftigen. Wie wurden und werden Erfolge unter unterschiedlichen historischen und inhaltlichen Bedingungen organisiert? Wir wollen uns weiter mit der Frage beschäftigen, was Erfolgsbedingungen für gelingende politische Kampagnen sind und wie wir eigene Kampagnen planen und durchführen können. In welchem Umfang lassen sich die Konzepte des Organizing und Campaigning nutzen? Zum Abschluss des Moduls werden wir ein eigenes Praxisprojekt entwickeln und gemeinsam durchführen.

Modul 5: Linke Politik vor Ort – Linke Politik in Parteien, Parlamenten und sozialen Bewegungen (9.-11. September)

Linke Politik muss sich mit konkreten Bedingungen auseinandersetzen, findet ihren Gegenstand und das Feld der Auseinandersetzung vor Ort. In diesem Modul wollen wir konkrete lokale Politik untersuchen: Was sind die Probleme in euren jeweiligen Kommunen, Organisationen, Betätigungsfeldern, Berufen oder an der Uni? Was sind aktuelle landespolitische Themen und wie positionieren wir uns als Linke in diesen Auseinandersetzungen? Wie verhalten sich die Handlungsmöglichkeiten vor Ort zu Zwängen und Rahmenbedingungen auf anderer Ebene: Wo und wie greifen wir ein? Linke Politik will mehr sein als «Stellvertreterpolitik». Es geht ihr nicht darum Politik für, sondern Politik mit Menschen zu machen und diese zu befähigen, sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen.

Modul 6: Rassismus, Sexismus und Klasse – Herrschaft im globalen Kapitalismus (7.-9. Oktober)

Unsere Gesellschaft ist nicht einfach strukturiert. Viele Formen von Herrschaft und Ausschluss haben sich über die Jahrhunderte gebildet, verändert und dauern weiter an. Sie organisieren Unterschiede und Ungleichheiten. Welche linken Antworten gibt es darauf? Wie lassen sich Differenzen so einbeziehen, dass niemand abgewertet ist? Wie werden wir trotzdem gemeinsam handlungsfähig? Welche gesellschaftlichen Bündnisse braucht es für erfolgreiche Arbeit gegen Unterdrückung und Diskriminierung.

Modul 7: Linke Politik ist international (28.-30. Oktober)

Probleme, Ideen und Konzepte linker Politik sind Antworten auf konkrete gesellschaftliche Bedingungen: vor Ort, in einem Land, in konkreten sozialen Auseinandersetzungen. Doch oft stellen sich Menschen an ganz unterschiedlichen Orten ähnliche Fragen. Der Kapitalismus funktioniert nicht überall gleich, doch die unterschiedlichen Formen sind miteinander verbunden. Und mit der Globalisierung und dem Versuch, bestimmte politische Konzepte weltweit zum Einsatz zu bringen, ähneln sich manche Probleme überraschend. Ob Klimawandel, Globalisierung, Krieg oder Hunger: Einem globalen Kapitalismus muss eine globale Alternative entgegengestellt werden.

TEILNEHMEN AN DER «POLITIKAKADEMIE FÜR JUNGE AKTIVE»

Die «Politikakademie für junge Aktive» richtet sich an jüngere, in Parteien, Initiativen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen aktive Menschen. Sie will ein Ort sein, an dem Grundfragen linker Theorie und Praxis diskutiert und ein gemeinsames linkes Praxisprojekt entwickelt wird. Die Akademie möchte eine Gruppe junger Menschen zusammenbringen, die eine linke Perspektive in Bayern über die Workshopreihe hinaus gemeinsam vorantreiben wollen. An der «Politikakademie für junge Aktive» können 25 Personen teilnehmen, wobei wir auf eine Geschlechterquotierung sowie eine regional gleichmäßige Verteilung der TeilnehmerInnen aus Bayern achten.

Bewerbt Euch jetzt für die «Politikakademie für junge Aktive». Die Teilnahmegebühr für den gesamten Kurs beträgt 75 Euro. Bewerbungsschluss ist der 14. Februar 2016. Der Seminarort wird im Raum Nürnberg liegen. Seminartermine: Beginn der Seminare ist jeweils Freitag um 17 Uhr; Seminarende jeweils Sonntag um 15 Uhr Seminarort: Der Seminarort im Raum Nürnberg wird zeitnah bekannt gegeben.

WEITERE INFORMATIONEN SOWIE BEWERBUNGEN ELEKTRONISCH AN

Kurt Eisner Verein - Rosa Luxemburg Stiftung Bayern | Max Steininger
Westendstraße 19, 80339 München, max.steininger@rosalux.de, Tel. 089 51996453

Über die Bewerbungen entscheidet der Kurt Eisner Verein - RLS Bayern. Die BewerberInnen werden bis zum 01. März über ihre Teilnahme informiert.

BEWERBUNGSUNTERLAGEN

Für die Bewerbung bitten wir neben Angaben zur Person um einen kurzen Lebenslauf mit Angaben zu den bisherigen und aktuellen politischen Aktivitäten sowie ein Motivationsschreiben zur Teilnahme am Kurs. Gerne könnt Ihr ein Empfehlungsschreiben (insbesondere von Organisationen und Personen aus eurem politischen Umfeld) beifügen. Bewerbungsschluss ist der 14. Februar.

 

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