28. Oktober 2018 Ausstellung/Kultur 7. November 1918: „Die Freiheit erhebt das Haupt" Gründung des Freistaats Bayern

Kurt Eisner 1. Bayerischer Ministerpräsident

Information

Veranstaltungsort

Münchner Rathausgalerie | Kunsthalle (ehemalige Kassenhalle)
Marienplatz 8
80331 München

Zeit

28.10.2018, 11:00 - 24.11.2018, 19:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte

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7. November 1918: „Die Freiheit erhebt das Haupt" Gründung des Freistaats Bayern

Bei der Ausstellung wird mit Mitteln der Kunst an die friedliche Revolution von 1918 und die vorrevolutionäre Zeit der Streiks und Demonstrationen in ganz Bayern sowie die Staatsgründung eines demokratischen Freistaats Bayern erinnert. Wir wollen ins Gedächtnis rufen, dass es eine grandiose Friedensleistung der Regierung Eisner und der Räte des 7. November 1918 war, im Chaos des zerrütteten ausgehungerten Nachkriegs-Bayerns des 1. Weltkriegs mit all den toten Zivilpersonen und Soldaten, den Traumatisierten und Verwundeten, den rückkehrenden Soldaten und den Hungernden eine friedlichen Regierung zu installieren.

Die friedliche Revolution endete durch die Ermordung des Ministerpräsidenten Kurt Eisner durch den rechtsextremistischen Grafen Arco. An dieser Stelle endet auch die Ausstellung thematisch. 

In seiner Trauerrede für Kurt Eisner sagte Heinrich Mann: "Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft, mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher."

Die Ausstellung soll daran erinnern,

  • dass mit dieser Revolution die Herrschaft des Wittelsbacher und des Preußischen Adels und die Militärdiktatur Ludendorffs, Hindenburgs und hoher bayerischer Generäle beendet wurde.
  • dass eine vorbildliche demokratische Verfassung entstand,
  • dass das allgemeine freie Wahlrecht und das Frauenwahlrecht eingeführt wurde,
  • dass die Zensur von Presse und Kunst beendet wurde und viele Frauen endlich Zugang zu den Universitäten bekamen,
  • dass die Trennung von Kirche und Staat erfolgte,
  • dass die Rechte von Betriebsräten gestärkt und der 8-Stundentag eingeführt wurde und:
  • dass diese Ereignisse vor 100 Jahren auch ein Zukunftsauftrag für heute lebende Demo-krat/innen sind.

* Auf der Ausstellung werden auch signierte Exponate zum Thema von Herbert Achtern-busch, Hans Matthäus Bachmayer, Hans Baschang, Ugo Dossi, Günther Förg, Rupprecht Geiger, Albert Hien, Franz Hitzler, Karl Imhof, Clemens Kaletsch, Wolfram Kastner, Stefan Kern, Thomas Lehnerer, Urs Lüthi, Peter Mell, Gerhard Merz, Johannes Muggenthaler, Ari-bert von Ostrowski, Dagmar Rhodius, Bernd Zimmer
sowie historische Dokumente zu sehen sein.

Eine Veranstaltung des ver.di-Kulturforums Bayern in Kooperation mit dem KEV.

Standort

Kontakt

Julia Killet

Regionalbüroleiterin Bayern, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern/Kurt-Eisner-Verein

Telefon: +49 (0)89 51996353