Dokumentation https://bayern.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Dokumentationen. de Copyright Sat, 26 Sep 2020 16:14:13 +0200 Sat, 26 Sep 2020 16:14:13 +0200 TYPO3 Dokumentation https://bayern.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://bayern.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere Dokumentationen. news-42914 Tue, 01 Sep 2020 12:10:00 +0200 Das faschistische Jahrhundert https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42914?cHash=4c13735c54bb1e10fc6bca5191b15628 Neurechte Diskurse zu Abendland, Identität, Europa und Neoliberalismus Mussolinis Vorhersage eines Jahrhunderts des Faschismus von 1932 reicht bis heute, da weltweit völkische, nationalistische und in vielfacher Hinsicht faschistische Bewegungen auf dem Vormarsch sind, autoritäre Regime an der Macht oder an Regierungen beteiligt sind. Rechtes Denken und faschistische Ideologie sind heute wieder salonfähig und nennen sich «neu», auch wenn die Ideen dahinter steinalt sind und ihre Wurzeln tief ins 20. Jahrhundert hinunterreichen.

In ihren Beiträgen klopfen die Autor*innen des soeben erschienenen, von Friedrich Burschel herausgegebenen Bandes «Das faschistische Jahrhundert» – also Julian Bruns, Felix Korsch, Felix Schilk, Natascha Strobl und Volkmar Wölk – die aufgeladenen Begriffe «Abendland», «Europa», «Liberalismus» und «Identität» auf ihre Herkunft und Entwicklung und daraufhin ab, welche Bedeutung sie heute für eine Neue Rechte haben, die sich unter anderem auf die sogenannte Konservative Revolution und den Faschismus der 1920er Jahre beruft. Zu hören ist dabei der Widerhall von Krieg, Gewalt und Terrorismus. Das titelgebende Mussolini-Zitat ist Gegenstand des Beitrages des großen britischen Faschismusforschers Roger Griffin in diesem Buch.

 
Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Buchladens Schwarze Risse und des Verbrecher Verlags.

]]>
news-42805 Mon, 29 Jun 2020 11:47:00 +0200 Mit dem ÖPNV zum Licht am Ende des Tunnels https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42805?cHash=b2320b252c8dc14ffa7a940e937763c0 Online-Diskussion im Rahmen des Bündnisses «Schritt für Schritt ins Paradies – Wege aus dem Neoliberalismus» Klimaschutz, gute Arbeit und eine notwendige Verkehrswende bleiben zu allen Zeiten relevant. Eine bedeutende Rolle in einer klimaneutralen Gesellschaftsordnung spielt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). ver.di hat mit den Beschäftigten im ÖPNV in Vorbereitung der eigentlich im Sommer 2020 anstehenden Tarifrunde begonnen gute Arbeit, Klimaschutz und die Finanzierung des öffentlichen Sektors zusammenzudenken.

Wie muss ein ÖPNV gestaltet sein, damit er eine echte Alternative zum Individualverkehr ist? Welche Rahmenbedingungen brauchen Beschäftigte in einem solchen ÖPNV? Welche Finanzierungsmodelle gibt es, damit ein attraktiver ÖPNV als Grundversorgung für alle funktioniert? 

Die Corona-Krise und die drohende wirtschaftliche Depression führen dazu, dass jetzt vermehrt Verteilungskämpfe um Ressourcen geführt werden und sich Auseinandersetzungen in vielen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbereichen verschärfen. Das Kapital wird seine Interessen mit aller Härte verteidigen. Umso wichtiger ist es, die oben genannten Fragen zu diskutieren und neue Allianzen zu bilden. Daher hatten wir Aktive aus Interessensverbänden, Gewerkschaft und Klimabewegung eingeladen, mit uns über einen besseren ÖPNV und nicht zuletzt auch über eine bessere Zukunft zu sprechen:

  • Mira Ball, Bundesfachgruppenleiterin Busse und Bahnen bei ver.di
  • Hans-Christian Friedrichs, Landesvorstand des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Niedersachsen
  • Lou Töllner, Fridays for Future
  • Moderation: Dennis Olsen, IG Metall Hannover & Franziska Wolters, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB e. V.)
]]>
news-42581 Thu, 25 Jun 2020 14:22:00 +0200 Von Minneapolis bis Hanau – antirassistische Kämpfe verbinden https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42581?cHash=5c17a0168cb707e1012b11eeb352c877 Diskussion im Freiluftkino In den USA und weltweit gehen Millionen von Menschen unter der Parole Black Lives Matter gegen rassistische Polizeigewalt auf die Straßen. Angela Davis nannte es kürzlich die größte Rebellion seit den 1960er Jahren. Und auch bei uns organisiert sich massenhafter Protest nicht nur gegen die Verhältnisse in den USA, sondern auch gegen insitutionellen und offenen Rassismus hierzulande.

Auch in Deutschland kommen Schwarze und migrantische Menschen in Polizeigewahrsam ums Leben, wie der Fall des 2005 in Dessau ermordeten Oury Jalloh eindrücklich zeigt. Diese Proteste treffen auf eine Dynamik antirassistischer Kämpfe, die nicht erst seit dem rassistischen Massenmord in Hanau im Februar Kraft entfaltet hat und unter dem Hashtag Migrantifa viral geworden ist.

Die Veranstaltung fragt danach, wie sich die verschiedenen Rassismen zusammen denken lassen können, vor allem aber danach, wie migrantische und antifaschistische Kämpfe aus verschiedenen Positionierungen heraus zusammengeführt und gestärkt werden können. Die Kooperationsveranstaltung der RLS und der ISD lud hierfür vier Gäste ein, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf Rassismus über das Gemeinsame und das Trennende der Kämpfe diskutieren werden.

]]>
news-42551 Tue, 23 Jun 2020 13:31:00 +0200 Kreativität in Zeiten der Pandemie https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42551?cHash=c272fb791ced37d6eecd3831d7c3fb31 Im Gespräch mit Klaus Lederer, Christiane Theobald und Florian Stiehler news-42804 Thu, 18 Jun 2020 11:03:00 +0200 Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität https://bw.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/AFW3G Vorstellung der gleichnamigen Studie der Hans-Böckler-Stiftung mit Dr. Wolfgang Schade und Luisa Sievers Online-Vortrag & Dikussion mit Dr. rer. pol. Wolfgang Schade (M-five, Studienleiter) und Luisa Sievers (Fraunhofer ISI, Mitautorin der Studie)

Die Folien zum Vortrag können sie hier herunterladen.

Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erforscht das wissenschaftliche Institut M-five, sowie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Rahmen der Studie «Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität» eine Frage, die auch für Baden-Württemberg zentral ist: Wie wirkt sich eine – ökologisch dringend erforderliche – Mobilitätswende, also die Umverlagerung des Individualverkehrs auf öffentlichen Personenverkehr und Sharing-Angebote, eine Stadtplanung, die sich am Ideal der «Stadt der kurzen Wege» orientiert, sowie die Veränderungen der Antriebstechnik bei PKWs gesamtwirtschaftlich auf die Beschäftigung und Arbeitsplätze aus?

Seit 2016 erforscht ein Team um Studienleiter Wolfgang Schade (M-five, Karlsruhe) diese Fragen, wobei 3 Szenarien für das Jahr 2035 verglichen werden. Ein erstes, das den Verkehrsmix des Jahres 2015 zugrunde legt und diesen bis 2035 fortschreibt. Sowie zwei Szenarien einer Mobilitätswende:

◾Multi-Modalität-2035 (MM-35): Das Szenario in dem durch Stärkung der Bahn im Nah- und Fernverkehr, von Sharing-Angeboten mit (Elektro-) PKW und Fahrrädern Multi-Modalität zum dominanten Mobilitätsverhalten im Personenverkehr wird.
◾E-Straße-2035 (ES-35): Das Szenario in dem der Straßenverkehr nahezu vollständig elektrifiziert wird aber weiterhin das Mobilitätsverhalten dominiert (bei gleichzeitig ebenfalls gestärktem Umweltverbund).

Anhand umfangreicher Datensätze werden die Beschäftigungseffekte unter Berücksichtigung unterschiedlicher Dimensionen quantifiziert: in räumlicher Dimension aufgeschlüsselt auf die Ebene einzelner Landkreise, sowie nach Wirtschaftszweigen und zugeordnet zu verschiedenen Verkehrsträgern sowie verbundenen Industrien wie der IT-Branche. Mithilfe der Studie sollen Antworten u.a. auf folgende Fragen gegeben werden:

◾Sind verschiedene Szenarien nachhaltiger Mobilität denkbar?
◾Wie verschiebt sich die Beschäftigung in einem bahn-dominierten Szenario?
◾Wie sieht die zukünftige Beschäftigung in einem E-Mobilitäts-Szenario aus?
◾Entsteht durch nachhaltige Mobilität eine andere regionale oder sektorale Verteilung der Beschäftigung als heute?
◾Welchen Einfluss hat nachhaltige Mobilität auf die Gesamtbeschäftigung?

Die Studie im Auftrag der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung liefert einen spannenden Beitrag zur Beantwortung der Frage, wie in welchem Verhältnis Mobilitätswende und Beschäftigungssicherung stehen und welche politischen Forderungen und Steuerungen sich hieraus ableiten lassen.

Wir freuen uns Wolfgang Schade und Luisa Sivers am 18. Juni 2020 zu einer Präsentation der Ergebnisse, der soeben veröffentlichten Arbeit begrüßen zu dürfen. Aus Gründen des Infektionsschutzes findet diese Veranstaltung online statt.

Weitere Informationen zur Studie, sowie zu den bisher veröffentlichten Ergebnissen finden Sie unter den folgenden Links:
https://m-five.de/nationales_projekt05.html
https://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=2016-974-1

Veranstaltung in Kooperation mit dem DGB Stadtverband Stuttgart

]]>
news-42437 Tue, 09 Jun 2020 15:34:03 +0200 Präsentation der Studie «Ökonomisierung schulischer Bildung» https://nrw.rosalux.de/dokumentation/id/42430/ Diskussion mit Tim Engartner (Autor der Studie), Ilka Hoffmann (GEW), Jürgen Kaube (FAZ) und Karl-Heinz Heinemann (RLS) news-42426 Mon, 08 Jun 2020 12:30:16 +0200 Die Vertiefung der Krisen: Die Europäische Union und Corona https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42426?cHash=ca24f8269ed3eef82380d19a8d1ddc13 Online-Seminar-Reihe «Europa, wir müssen reden» Europa ist ein Hotspot der COVID-19-Pandemie. Nicht nur in Italien, Spanien und Frankreich sind bereits Tausende daran verstorben, Wirtschaft und gesellschaftliches Leben wurden auf dem Kontinent heruntergefahren, Grenzen geschlossen, Gesundheitssysteme in einigen Regionen standen am Rand des Kollaps. Trotz Lockerungen wird uns diese Krise über längere Zeit begleiten. Zugleich offenbart und vertieft Corona die ungelösten Konflikte und Krisen in der Europäischen Union: Im Streit um Coronabonds und ESM-Kredite wiederholen sich die Spaltungen der Eurokrise. Die neoliberalen Sparpolitiken der Vergangenheit haben zudem dazu beigetragen, dass die europäischen Gesundheitssysteme vielerorts überlastet sind. Und gerade die Schwächsten, etwa Geflüchtete auf den griechischen Inseln, konnten nicht auf europäische Solidarität zählen.

]]>
news-42466 Tue, 02 Jun 2020 12:04:00 +0200 Der nackte Mann auf dem Sportplatz https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42466?cHash=2ec526eb39062305502c7bf972a2afd6 Film im Gespräch Im Anschluss an den Film «Der nackte Mann auf dem Sportplatz» stellte sich der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase den Fragen des Kulturhistorikers Paul Werner Wagner. 

Mit «Der nackte Mann auf dem Sportplatz» gelang Konrad Wolf, eine komödiantisch erzählte Geschichte über den Umgang mit der Kunst. Vorbild für die Figur des Kemmel war der Bildhauer Werner Stötzer (1931-2010), der in einer kleinen Rolle den Bürgermeister verkörpert und dessen Plastiken im Film zu sehen sind. Mit einer subjektiven Handkamera und überzeugenden Darstellern – allen voran Kurt Böwe – gelingt eine authentische Atmosphäre, die dem Zuschauer auch viel über ein untergegangenes Land erzählt. 

Wolfgang Kohlhaase hat in zwei deutschen Staaten Filmgeschichte mitgeschrieben. Er schrieb «Sommer vorm Balkon», «Solo Sunny», «Whisky und Wodka», «Die Stille nach dem Schuss», «Berlin – Ecke Schönhauser», «In Zeiten des abnehmenden Lichts». Er drehte mit Volker Schlöndorff, Andreas Dresen, Heiner Carow, Frank Beyer. Er erhielt 1954, 23-jährig, den Nationalpreis der DDR, 1989 den Kunstpreis des FDGB der DDR, 2007 das Bundesverdienstkreuz, 2009 den «Goldenen Ehrenbären» der Berlinale für sein Lebenswerk. Er ist womöglich der einfallsreichste und originellste, der größte Drehbuchautor der deutschen Filmgeschichte.
 

]]>
news-42401 Tue, 19 May 2020 17:37:00 +0200 Sonderwirtschaftszonen in Afrika https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/42401?cHash=43e530aa882e076cc6d631b601511e84 Entwicklungsmotor oder Ausverkauf? ]]> news-41942 Wed, 08 Apr 2020 13:05:43 +0200 Alle heißt alle https://bayern.rosalux.de/dokumentation/id/41942?cHash=cbbd5ad38ed50f715f5ab7a396466a12 Revolten der Würde – Die Aufstände im Iran, Irak und Libanon Ob Whats-App-Steuer oder Verdreifachung des Benzinpreises – so unterschiedlich die direkten Auslöser auch sein mögen, im Libanon, Irak und Iran sind seit Monaten Tausende auf den Straßen und Plätzen und kämpfen um Perspektiven auf ein menschenwürdiges Leben. Dabei verlassen die Demonstrant*innen sich nicht mehr auf Repräsentant*innen der etablierten Parteien

Konfessionsübergreifend fordern sie eine grundlegende Erneuerung des politischen Systems und eine Absetzung der Eliten. Es ist ein Kampf um Würde, Freiheit und Demokratie, um etwas Neues, jenseits des Status Quo. Zum Teil werden die Proteste brutal niedergeschlagen. Und trotzdem – die Protestierenden lassen sich nicht vereinnahmen, sondern streiten weiter für ihre Forderungen.

Gibt es in diesen Revolten Gemeinsamkeiten oder Bezugnahmen? Was sind Chancen und Perspektiven? Wie wirkt sich die aktuelle Corona-Krise auf die Dynamik der Proteste aus? Was heißt Solidarität heute?

Online-Diskussion mit Miriam Younes (Leiterin des RLS-Büros in Beirut), Mina Khani (iranische Publizistin) und Ansar Jasim (irakisch-deutsche Politikwissenschaftlerin); Moderation: Schluwa Sama (kurdisch-irakische Autorin, Dis:orient).

Eine gemeinsame Veranstaltung von medico international und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Der Livestream wurde aufgezeichnet und kann hier nachgeschaut werden:

]]>