Aktuelle Nachrichten https://bayern.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright Tue, 05 Jul 2022 14:55:56 +0200 Tue, 05 Jul 2022 14:55:56 +0200 TYPO3 Aktuelle Nachrichten https://bayern.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://bayern.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-46413 Mon, 25 Apr 2022 08:13:00 +0200 "Smrt fašizmu, svoboda narodu!"* https://bayern.rosalux.de/news/id/46413 Bildungsreise und Wanderung auf den Spuren der Partisan_innen im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet vom 12.-16. September 2022. In der NS-Zeit war Kärnten die einzige Region innerhalb der Grenzen des sogenannten »Deutschen Reiches«, in der das NS-Regime mit massivem militärischen Widerstand konfrontiert war. Etwa 500 Österreicher_innen, die meisten von ihnen Angehörige der slowenischsprachigen Minderheit, kämpften in den Tälern des Karawanken-Gebirges in Partisan_inneneinheiten. Dieser antifaschistische Widerstand wurde dabei von einem beträchtlichen Teil der lokalen Bevölkerung unterstützt, war die Bevölkerungsgruppe der Kärntner Slowen_innen/Koroški Slovenci aufgrund der aggressiven Germanisierungspolitik doch selbst von Zwangsumsiedlungen und Deportationen betroffen. Im Sommer 1944 wurde Kärnten/Koroška  zum »Bandenkampfgebiet« erklärt und Spezialeinheiten der SS zur sogenannten »Partisan_innenbekämpfung« dorthin versetzt.

Die Kärntner Partisan_innen standen dabei in engem Austausch mit der slowenischen »Osvobodilna Fronta/Befreiungsfront«. Diese ging unter anderem aus dem antifaschistischen Widerstand gegen Italien ab den 1920er Jahren hervor. Ab 1941 beginnen Partisan_innen der OF Schritt für Schritt, die von ihnen befreiten Gebiete selbst zu verwalten.Als Bündnispartner der Alliierten wurden Slowenien und Teile Kärntens von Partisan_innen selbst befreit. Dies allerdings mit großen Verlusten auf Grund deutscher Vergeltungsmaßnahmen gegen die Zivilbevölkerung.


Die Bildungsreise bewegt sich auf den Spuren der Partisan_innen im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet. Die Stationen unserer Reise sind u.a.:

Für den Transfer zu den jeweiligen Reisestationen steht der Reisegruppe ein Bus zur Verfügung. Start ab Klagenfurt (12.09) und Endpunkt in Ljubljana (16.09).Während der Woche sind zwei geführte Bergwandertouren eingeplant. Wetterfeste Kleidung und Wanderschuhe sind daher notwendig. Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden ein Wochenprogramm sowie die Einladung zu einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen.

Der Teilnahmebeitrag von 550 Euro beinhaltet die Hotelunterkünfte für sechs Übernachtungen im Doppelzimmer, incl. Frühstück, das Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Bus-Transfers, Eintrittsgelder in Museen etc. Bei Unterkunft im Einzelzimmer umfasst der Teilnahmebeitrag 650 Euro. An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Klagenfurt bzw.Ljubljana) ist selbst zu organisieren.

Termine: Anreise 11.09.2022 (Sonntag/Klagenfurt) bis Abreise 17.09.2022 (Samstag/Ljubljana); Seminarprogramm von Montag bis Freitag (12.09. bis 16.09.2022). Detaillierte Informationen zu den An- und Abreiseorten in Klagenfurt und Ljubljana werden bereitgestellt.

Unterkunft: Für den Zeitraum 11.09 bis 17.09.2022 (6 Nächte) sind für alle Teilnehmenden auf unseren Reisestationen Unterkünfte gebucht.

Coronavirus-Impfnachweis / Genesenennachweis (2G-Regelung): Teilnahmevoraussetzung ist die Vorlage eines Coronavirus-Impfnachweises, der das Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus nachweist oder ein Genesenennachweis.

Reiseleitung: Rainer Hackauf (Historiker, Wien) & Niklas Haupt (RLS Bayern)

Kontakt: Niklas Haupt, niklas.haupt@rosalux.org, +49 911 76689900

* "Tod dem Faschismus, Freiheit für die Menschen!" slovenisch: "Smrt fašizmu - svoboda narodu." Slogan der slowenischsprachigen Partisan_innen

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news-46394 Fri, 22 Apr 2022 08:50:00 +0200 Kurt-Eisner-Verein auf Social Media https://bayern.rosalux.de/news/id/46394 Online-Veranstaltungen, Audio-Mitschnitte, Publikationen, Videoclips und vieles mehr finden sich auf den Social Media Accounts des Kurt-Eisner-Vereins Der Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern ist bei Facebook, Instagram, Twitter, Soundcloud und Youtube vertreten. Wir freuen uns über Abos und Klicks!

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news-46107 Thu, 10 Mar 2022 17:03:00 +0100 Russland, die Ukraine und der Westen https://bayern.rosalux.de/news/id/46107 Audio-Aufzeichnung einer Veranstaltung mit Andreas Zumach am 25.02.22. Audio anhören: klick hier

Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine befindet sich Europa im schwersten militärischen Konflikt seit den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien. In vielen Städten und Regionen der Ukraine gibt es Explosionen. Menschen befinden sich auf der Flucht. Die Eskalation fordert viele Opfer, auch unter Zivilist*innen. Europa steht vor den Trümmern des zerrütteten Verhältnisses zu Russland. Weitere Infos im Dossier der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Thema

Die aktuelle Situation von Hochrüstung zwischen dem Westen, der Ukraine und Russland ist äußerst besorgniserregend. Jede Seite weiß aber, was auf dem Spiel steht und wird bemüht sein, einen Weltkrieg zu vermeiden. Die Medien sind täglich voll von Mutmaßungen und Details, die oft nicht im Zusammenhang gesehen werden. Andreas Zumach hat zu diesem Themenbereich ein großes Hintergrundwissen und wird uns daran teilhaben lassen. 

Der Referent Andreas Zumach ist freier Journalist, Buchautor, Vertragsreferent und Moderator in Berlin. Von 1988 – 2020 war er UNO-Korrespondent in Genf, für «Die Tageszeitung –taz» sowie für weitere Zeitungen, Rundfunk und Fernsehanstalten (auch mehrmals schon zu Gast beim Presseclub in ARD und Phoenix.)

Die Veranstaltung wurde zwei Wochen vor Beginn des Krieges am 24.02.2022 geplant und angekündigt. Die Veranstaltung hat am 25.02.2022 stattgefunden. Der Referent ist selbstverständlich auf die aktuellen Ereignisse eingegangen.

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Forums Ingolstadt in Kooperation mit der DFG-VK Ingolstadt und dem KEV.

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news-46003 Wed, 23 Feb 2022 15:16:55 +0100 Einführung feministische Theorie und Praxis https://bayern.rosalux.de/news/id/46003 Grundlagenschulung «Einführung in die feministische Theorie & Praxis» der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern Nach 150 Jahren Frauenkampf sind die Frauen noch immer nicht von Ausbeutung und Unterdrückung befreit. In der Grundlagenschulung «Einführung in die feministische Theorie & Praxis» wollen wir uns mit dieser Situation beschäftigen.

In 150 Jahren haben sich verschiedene politische Kämpfe abgespielt, die von Frauen angeführt wurden und zum Teil zu gesellschaftlichen Umwälzungen führten. Neben der Praxis entstanden feministische Theorien, in denen unterschiedliche Positionen und Prozesse diskutiert wurden.

In der digitalen Grundlagenschulung wird die Teamerin Günseli Yilmaz die Geschichte der Frauenbewegung von der ersten Welle (Frauenwahlrecht) bis hin zu der revolutionären zweiten Welle gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren. Dabei gibt sie einen Überblick über die verschiedenen Strömungen des Feminismus und ordnet ihre Entwicklungen & Motive in den historischen Kontext ein.

Teamerin: Günseli Yilmaz studierte Philosophie an der Ludwig Maximilians Universität München. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit dem materialistischen Feminismus. Seit 2020 studiert sie Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie schreibt für das Philosophiemagazin Cogito und hält Vorträge im Rahmen politischer Veranstaltungen & innerhalb des Unikontexts.

Die digitalen Veranstaltungen findet alle zwei Wochen mit «Big Blue Button» statt.

Einwahldaten: https://indigo.collocall.de/jul-myj-gyk-0ro
Zugangscode: 413989

Programm

  • Einleitende Sitzung – Warum Feminismus? Mittwoch, 09. März, 19 Uhr
  • Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft – Entstehung der Frauenbewegung Dienstag, 22. März, 19 Uhr
  • Kritik an der ersten Welle – Entstehung der revolutionären zweiten Welle Mittwoch, 06. April, 19 Uhr
  • Intersektionalität und der Erfolg des Feminismus Mittwoch, 20. April, 19 Uhr
  • Queerfeministische Utopien – Gender Trouble Mittwoch, 04. Mai, 19 Uhr
  • Aneignung des Feminismus – Zerfall des revolutionären Potenzials Mittwoch, 18. Mai, 19 Uhr
  • Lernen aus der Geschichte – Notwendigkeit des Klassenstandpunkts im Feminismus Mittwoch, 01. Juni, 19 Uhr
  • Materialistischer Feminismus & Carearbeitsdebatte Mittwoch, 15. Juni, 19 Uhr
  • Kernthemen feministischer Organisation & Praxis Mittwoch, 29. Juni, 19 Uhr
  • Abschlusssitzung Mittwoch, 13. Juli, 19 Uhr

Eine Veranstaltungsreihe des Kurt-Eisner-Vereins.

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news-45950 Tue, 15 Feb 2022 18:09:54 +0100 ÇAY MAL EHRLICH https://bayern.rosalux.de/news/id/45950 In dem Podcast von Şahika Tetik und Hülya Weller geht es um das Aufwachsen und Leben in zwei Welten, zwei Kulturen und zwei Realitäten. In dem Podcast "Çay mal ehrlich" von Şahika Tetik und Hülya Weller geht es um das Aufwachsen und Leben in zwei Welten, zwei Kulturen und zwei Realitäten - die deutsche und türkische bzw. die österreichische und türkische. Bei einem türkischen Schwarztee (Çay) teilen sie mit der Zuhörer:innenschaft was sie bewegt. Zwei Freundinnen also, die sich reinen Çay einschenken! Mal humorvoll, mal ernst, mal traurig, mal freudig. Aber immer ehrlich!

Für den Podcast am 8.2.2022 haben Şahika Tetik und Hülya Weller den türkeistämmigen Münchner Weinhändler Mete Gür eingeladen, um mit ihm über seine POP-UP Weinläden GURMET in München zu sprechen: Die migrantische Gastronomie in Deutschland zum Ausgangspunkt nehmend wird der Podcast die gesellschaftspolitische Partizipation und Teilhabe von Menschen aus Einwandererfamilien beleuchten und den Status Quo gesellschaftliche Verhältnisse aus postmigrantischer Perspektive diskutieren: Wie beurteilen die nachfolgenden Generationen von Einwandererfamilien ihre Situation – 60 Jahre nachdem die ersten Anwerbeabkommen geschlossen wurden? Ein sinnlich-soziologisches Gespräch zur weniger bekannten Seiten der Gastarbeitergeschichte und postmigrantischen Gastronomie in München.

Die Podcast-Folge wurde in Kooperation mit dem Bellevue di Monaco und dem Kurt-Eisner-Verein/ Rosa-Luxemburg-Stiftung live aus der Galerie Einwand des Münchner Stadtmuseums gestreamt und kann auf dem Youtube-Kanal des Bellevue di Monaco angehört werden.

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news-45858 Tue, 01 Feb 2022 16:13:00 +0100 POLITIKAKADEMIE FÜR JUNGE AKTIVE 2022 https://bayern.rosalux.de/news/id/45858 Seminar vom 15.-19 Juni 2022 in Nürnberg Die Politikakademie bietet linken Aktivist:innen die Gelegenheit, sich mit anderen politisch Engagierten theoretisches Wissen, analytische Fähigkeiten und praktisches Handwerkszeug anzueignen, um gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten.

Die Welt scheint aus den Fugen: globale Erderhitzung, bittere Armut neben gewaltigem Reichtum, rassistische und sexistische Gewalt, Wahlerfolge von Rechten. Zugleich erfahren Menschen immer wieder, dass es sich lohnt, für eine solidarische Gesellschaft zu streiten. Denn eine andere Welt ist möglich, vielerorts kommt sie schon jetzt zum Vorschein. Doch wer die Welt zum Besseren verändern will, braucht Antworten auf grundlegende Fragen: Warum gibt es Rassismus und Diskriminierung? Was können wir gegen die Klimakrise tun? Wieso ist der Kapitalismus so krisenanfällig und doch so stabil? Was haben uns sozialistische Denker:innen wie Karl Marx oder Rosa Luxemburg heute noch zu sagen? Oder willst du wissen, wie du mehr Mitstreiter:innen und Verbündete für deine politische Gruppe gewinnen kannst? Wie du deine politische Arbeit vor Ort effektiver machen kannst?

Treiben dich diese Fragen um? Dann melde dich an zur Politikakademie Bayern 2022 an. Fünf Tage lang möchten wir uns diesen und vielen anderen Fragen stellen. Wir wollen gemeinsam lernen, miteinander streiten und zusammen Spaß haben. Abends schauen wir politische Filme und kommen mit spannenden Gästen ins Gespräch. Du lernst andere junge Leute kennen, und auch zum Entspannen bleibt Zeit.

FOLGENDES PROGRAMM ERWARTET DICH IN DEM SEMINAR VOM 15. BIS 19. JUNI 2022


Mittwoch - ANREISE, ORGA UND GEGENSEITIGES KENNENLERNEN


Donnerstag: WIE FUNKTIONIERT DER KAPITALISMUS? WER WAR KARL MARX?


Freitag: Wahlmodul WIE FUNKTIONIERT RASSISMUS?  / oder: WIE RETTEN WIR DAS KLIMA? Nachmittag/Abend: KRIEG UND FRIEDEN


Samstag: WELCHE KÄMPFE HABEN FEMINIST:INNEN GESTERN UND HEUTE GEFÜHRT?


Sonntag: STRATEGIEN, UM DIE WELT ZU VERÄNDERN: LINKES ORGANIZING + ABREISE


ORTE UND ZEITEN

 

Seminarort: Nürnberg, genauer Ort wird nach der Anmeldung mitgeteilt

 

Seminar: Mittwoch, 15. Juni, ab 18 Uhr bis Sonntag, 19. Juni, 14 Uhr

 

Die Räumlichkeiten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Unterkunft ist barrierefrei. Bitte kontaktiert uns für diesbezügliche Absprachen. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Unser Hygienekonzept richtet sich nach den aktuellen Verordnungen des Landes Bayerns und den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts.

TEILNEHMEN AN DER «POLITIKAKADEMIE FÜR JUNGE AKTIVE»

Das Seminar richtet sich an jüngere, in Parteien, Initiativen, Politgruppen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen aktive Menschen bis 35 Jahre. Es können 25 Personen teilnehmen. Wir achten auf Geschlechterquotierung und auf eine regional gleichmäßige Verteilung der Teilnehmenden aus Bayern.

Neugierig geworden? Die Teilnahmegebühr für das gesamte Seminar beträgt 50 Euro (inklusive Übernachtungen und Verpflegung). Bewerbungsschluss ist der 30. April 2022. Bei Bedarf bieten wir Kinderbetreuung an. Bitte bei der Anmeldung gleich angeben, auch falls weitere Unterstützung (Assistenz oder Gebärdendolmetschen o .ä.) benötigt wird.

WEITERE INFORMATIONEN SOWIE ANMELDUNG ELEKTRONISCH ODER PER POST AN:

Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern e .V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern, Königstraße 95, 90762 Fürth, Tel. 0911 76689900, E-Mail: niklas.haupt@rosalux.org

Anmeldung

Für die Anmeldung bitten wir neben Angaben zur Person darum, dass ihr uns kurz eure bisherigen politischen Schwerpunkte und Aktivitäten nennt und begründet, warum ihr an diesem Kurs teilnehmen möchtet.

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news-45796 Tue, 25 Jan 2022 13:12:21 +0100 Veranstaltungsreihe zu «50 Jahren Berufsverboten» https://bayern.rosalux.de/news/id/45796 Am 28. Januar 2022 jährt sich die Einführung des sogenannten «Radikalenerlasses» zum 50. Mal. Wer im öffentlichen Dienst als Beamtin oder Beamte arbeiten wollte, wurde vom Inlandsgeheimdienst jahrelang auf seine*ihre Verfassungstreue überprüft. Lagen Zweifel vor, folgten «Anhörungen» Heute geht man davon aus, dass 3,5 Millionen Menschen vom Verfassungsschutz überprüft wurden. 11.000 Berufsverbotsverfahren wurden geführt. Es kam zu 1.250 Nichteinstellungen, 2.200 Disziplinarverfahren von bereits Beschäftigten und 260 Entlassungen. Der damalige Bundeskanzler Willi Brandt (SPD), der sich 1972 mit den Ministerpräsidenten der Länder auf den sogenannten «Radikalenerlass» verständigte, erkannte in ihm später einen großen Fehler. Der niedersächsische Landtag entschuldigte sich als einziger Landtag im Jahre 2016 bei den Betroffenen. Bayern ist davon weit entfernt. Im Gegenteil: Der bayerische Staat verlangt von Lehrenden, die zukünftig im Staatsdienst arbeiten möchten, quasi eine «Selbstüberprüfung». Dafür legt er ihnen den «Fragebogen zur Prüfung der Verfassungstreue*» zum Ankreuzen vor. Aufgelistet werden dort auch linke Organisationen und Parteien, die eines gemeinsam haben: Es sind legale Organisationen. Die GEW Bayern fordert deshalb die Abschaffung dieses Fragebogens und die Rehabilitierung sowie Entschädigung der vom sogenannten «Radikalenerlass» Betroffenen. Weitere Infos: www.gew-bayern.de/berufsverbote

Dossier der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Thema: klick hier

In Kooperation mit der GEW Bayern, dem BdWi und dem DGB Bildungswerk Bayern hat der Kurt-Eisner-Vereins folgende digitale Veranstaltungsreihe zu «50 Jahren Berufsverboten» organisiert: Flyer klick hier


50 Jahre „Radikalenerlass“

Mittwoch, 02.02.2022, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Referentin: Dr. Alexandra Jaeger (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Online-Reihe BdWi-Mittwoch

Am 28. Januar 1972 verabschiedete die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder zusammen mit dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) mit ihren „Grundsätzen zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im Öffentlichen Dienst“ den sog. „Radikalenerlass“. Infolgedessen wurden insbesondere vielen Personen aus der politischen Linken die Anstellung im öffentlichen Dienst verweigert; für viele Betroffene kam dies einem Berufsverbot gleich. Für den BdWi waren diese Berufsverbote ein wichtiger Impulsgeber für die Neubelebung des Verbandes in den 1970er Jahren.

Gemeinsam mit dem DGB Bildungswerk Bayern, dem Kurt-Eisner-Verein und der GEW Bayern greift der BdWi das 50-jährige Jubiläum des „Radikalenerlasses“ im Rahmen der Online-Veranstaltungsreihe „BdWi-Mittwoch“ für einen kritischen Rückblick auf: Die Zeithistorikerin Alexandra Jaeger erläutert die Entstehungsgeschichte des Erlasses und zeichnet nach, was seine Umsetzung in der Praxis für die Betroffenen bedeutete. Im Anschluss an den Vortrag wird ausreichend Zeit für die Diskussion mit den Teilnehmer*innen zur Verfügung stehen.

Einwahldaten: BdWi-Mittwoch: 50 Jahre "Radikalenerlass":

www.global.gotomeeting.com/join/810908517

Sie können sich auch über ein Telefon einwählen. Deutschland: +49 721 6059 6510

Zugangscode: 810-908-517


Marksteine der GEW-Geschichte: »Radikalenerlass« – Berufsverbote – Unvereinbarkeitsbeschlüsse

Mittwoch, 16.02.2022, 18:00 bis 20:00 Uhr

Referenten: Dr. Marcel Bois (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Wolfram Bundesmann (ehemaliger Geschäftsführer der GEW Bayern)

Im Januar 2022 jährt sich zum 50. Mal die gemeinsame Entschließung der Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler zum Thema »Radikale im öffentlichen Dienst«, mit der das Startzeichen zur bundesweiten Berufsverbotspraxis gegen Mitglieder sowie Förderer und Förderinnen linker politischer Gruppierungen gesetzt wurde. Und nur kurze Zeit später (1973) verkündete der DGB seine »Unvereinbarkeitsbeschlüsse«, die sich zu einem großen Teil gegen denselben Personenkreis richteten. Über die Folgen und auch über die inneren Zusammenhänge dieser beiden Ereignisse in den Gewerkschaften auf Bundesebene und in Bayern wollen wir an diesem Abend reden.

Einwahldaten: https://meet.gew-bayern.de/berufsverbote (Bitte benutzt dafür den Google-Chrome-Browser. Firefox unterstützt den Link nicht.)


Wie der »Radikalenerlass« Biografien beeinflusste – Betroffene erzählen

Mittwoch, 09.03.2022, 18:00 bis 20:00 Uhr

Referent*innen: Lisa Mohr, Angela Rauscher, Andreas Salomon, Fritz Sendelbeck

Auch und vor allem in den Reihen der GEW waren Kolleg*innen von den Berufsverboten betroffen. In dieser Onlineveranstaltung kommen Betroffene zu Wort. Sie erzählen uns ihre Geschichte und wie das Berufsverbot ihren weiteren Werdegang beeinflusste. Im Anschluss können die Teilnehmer*innen Fragen stellen. Zum Abschluss werden im Dialog mit der GEW-Landesvorsitzenden Martina Borgendale noch Erwartungen an Politik und Gesellschaft formuliert, wie ein Umgang mit den Betroffenen und dem Thema nun 50 Jahre später aussehen sollte.

Einwahldaten: https://meet.gew-bayern.de/berufsverbote  (Bitte benutzt dafür den Google-Chrome-Browser. Firefox unterstützt den Link nicht.)


Grenzen der Kunstfreiheit: Lehramt in Bayern und »staatskritische« Rap-Musik

Mittwoch, 16.03.2022, 18:00 bis 20:00 Uhr

Referent: Lea-Won alias Lion Häbler

Als Lehramtsanwärter an oberbayrischen Mittelschulen wurde ihm schnell klar: Lion Häbler wird von ihm anvertrauten Schüler*innen online per Suchmaschine gefunden, Vorgesetzte sind erstaunt über Social-Media-Auftritt und Rap-Videos und bald urteilt die Regierung von Oberbayern: »staatskritisch«. Die Folge: Nachfragen, Drohungen und Entscheidungsdruck auf sowohl informeller als auch formeller Ebene. Aufgehangen (und hängengeblieben) an einem Rap-Lied, das 13 Jahre zuvor als polemischer Kommentar im Kontext der rechtspopulistisch aufgeladenen Leitkulturdebatte als antirassistische Solidaritätsbekundung gemeint war.

Wir diskutieren über das »Korsett« Beamtentum inklusive eingeschränkter Meinungs- und Kunstfreiheit sowie über gesellschaftliche Entwicklungsaufgaben hinsichtlich Medienkompetenz in der Doppelrolle: als staatsdienende Lehrkraft und kritische*r Bürger*in.

Einwahldaten: https://meet.gew-bayern.de/berufsverbote  (Bitte benutzt dafür den Google-Chrome-Browser. Firefox unterstützt den Link nicht.)


Bildungsarbeit als Extremismusprävention? Das Konzept der »wehrhaften Demokratie« und seine Anwendung in aktuellen Förderprogrammen

Dienstag, 29.03.2022, 18:00 bis 19:30 Uhr

Referentin: Prof. Dr. Julika Bürgin (Hochschule Darmstadt)

Vereine und Initiativen, die durch Bildungs-, Beratungs- und Netzwerkarbeit die Demokratie weiterentwickeln, sehen sich derzeit mit folgenreichen Veränderungen in der staatlichen Förderpolitik konfrontiert. Auf Basis des Konzepts der »wehrhaften Demokratie« wird politische Bildungsarbeit zunehmend als Form der »Extremismusprävention« angesehen – mit weitreichenden Folgen für die Autonomie der freien Träger. Auf diese Weise, so die These des Vortrags, wird Bildungsarbeit präventionspolitisch instrumentalisiert und – flankiert durch den Verfassungsschutz – in eine polizeiliche Ordnung eingepasst.

Einwahldaten: https://dgbbildungswerkbayernev.my.webex.com/dgbbildungswerkbayernev.my/j.php?MTID=m4789696632b5e002baa0747846ecdb5c

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news-41515 Mon, 10 Jan 2022 13:50:00 +0100 Refugee struggle for freedom! https://bayern.rosalux.de/news/id/41515 (Politische) Bildung von Geflüchteten für Geflüchtete Verschiedene Menschen, welche selbst in Lagern und Anker-Zentren leben, bilden sich gegenseitig in Bezug auf Ihre Rechte. D.h. Sie sammeln Wissen über das Grundgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz sowie dem Asylgesetz. Dieses Wissen geben sie dann in verschiedenen Sprachen an andere Menschen, in ähnlicher Lebenssituation, weiter.

Einige der Aktiven sind seit Jahren in Kämpfe um Bleiberecht auf kollektiver sowie persönlicher Ebene involviert. Im Bereich Asylrecht gilt der Satz „Das Private ist Politisch“ im Höchstmaß.

Die Gruppe der Aktiven reist im Sinne der politischen Bildung sowie des politischen Aktivismus von Lager zu Lager.

Sie klopfen an den Türen, organisieren sich bei Bedarf Übersetzung, setzen sich in die Mehrbettzimmer oder in die Gemeinschaftsräume und hören den Menschen und ihren Belangen zu, organisieren sich, bilden sich gegenseitig und klären über das deutsche Asylsystem auf.

Auch teilen sie beispielsweise Prozesskostenhilfeanträge aus, füllen diese gemeinsam aus, um dann Klagen gegen die Geldkürzungen unter dem Vorwand der verweigerten Mitwirkungspflicht erheben zu können.
 
Die Aufklärung der Rechte ist ein entscheidendes Medium als entrechtete Person in Deutschland, die aufgrund von Sprachbarrieren und dem staatlichen Unwillen der Übersetzung daran gehindert wird, sich selbst über die eigenen Rechte zu informieren.

Bildung als Basis des Widerstandes, sowohl kollektiv als auch  persönlich ist immer politisch und immer auch privat.

Bildung und damit einhergehend ebenso Vernetzung und rechtlicher Widerstand als Aktiv werden gegen die Verwehrung des Rechtes zu kommen, zu gehen und zu bleiben. Gegen Security-Gewalt, v.a. von rechten Betreibern. Gegen Sachleistungen und Taschengeld, sowie Taschengeldkürzungen. Für ein Recht auf Arbeit und Grundsicherung. Gegen die Mitwirkungspflicht und ihre Repression. Für ein Recht auf Wohnsitznahme und gegen Lagerzwang, prinzipiell für ein Recht auf ein Leben in Würde.

Aktuell reist die Gruppe an verschiedenen Tagen in verschiedene Lager und Anker-Zentren. Im vergangenen Jahr konnten sich bereits Menschen aus der Münchner Funkkaserne, Fürstenriedwest, Ebersberg sowie in Rosenheim, Donauwörth, Ingolstadt, Manching und Bad Tölz in den jeweiligen Lagern organisieren. Ab Januar 2020 werden wieder verstärkt mit dem Bayernticket oder mit dem Auto (entlegene) Orte aufgesucht und Menschen über ihre Rechte aufgeklärt.

Diese Form der Bildung und Vernetzung findet jedes Jahr, aufgrund der hohen Zahl an Abschiebungen und Flucht aus Deutschland, erneut statt.

Noch immer wird eine Möglichkeit gesucht, medienwirksam an die Öffentlichkeit zu treten, um gegen diese Zustände laut werden zu können.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeit: klick hier!

Eine Veranstaltungsreihe von Refugee Struggle For Freedom in Kooperation mit dem KEV.

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news-45674 Wed, 05 Jan 2022 09:45:07 +0100 Das Sierra Leone Protestcamp in München https://bayern.rosalux.de/news/id/45674 Interview mit den Protestierenden Das Interview kann hier angehört werden.

Seit nunmehr acht Wochen protestieren Geflüchtete aus Sierra Leone in München für ihr Bleiberecht. Ihr Protestcamp errichteten sie Mitte Oktober zuerst vor der Zentralen Ausländerbehörde Oberbayern. Seitdem harren sie bei eisigen Temperaturen mitten in München aus, um auf ihrer Situation aufmerksam zu machen. In Sierra Leone drohen den Menschen Gewalt und Verfolgung, sowie Folter und Mord. Mittlerweile sind die Protestierenden an den Königsplatz umgezogen. Dort haben sie einen Kältebus organisiert, der bei den Minusgraden bitter nötig war.

In einem Interview haben wir mit zwei Protestierenden des Camps gesprochen, Solomon und Fatmata. Sie schildern ihre Lage und machen deutlich, wie essenziell ihre Forderungen sind. (Das Gespräch mit Fatmata ist auf Englisch.)

Sie erzählen von der Situation in Sierra Leone, von der Situation auf dem Camp und wie sie unterstützt werden können. Jana, eine Mitarbeiterin des Bayerischen Flüchtlingsrates, gibt eine rechtliche Einschätzung der Lage.

Das Interview führte Samina Butt, FSJlerin im KEV.

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news-45241 Thu, 09 Dec 2021 14:25:00 +0100 Klima und Kapitalismus - linke Antworten https://bayern.rosalux.de/news/id/45241 Neues Projekt im Kurt-Eisner-Verein. Nächstes Treffen Donnerstag, 16. Dezember, 19 Uhr, online Der jüngste Bericht des Weltklimarates hat einmal mehr gezeigt, wie dramatisch die Lage ist, welche ökologischen Katastrophen bevorstehen. Weit verbreitet ist jedoch der Glaube an einen fairen, grünen Kapitalismus, die illusionäre Versöhnung von Ökonomie und Ökologie durch einen Green New Deal, aber auch ein Gefühl der Ohnmacht.

Wir wollen uns deshalb mit grundsätzlichen Fragen beschäftigen. Warum sind Kapitalismus und Umweltschutz unvereinbar? Warum sind Lohnabhängige an dieses System gekettet? Warum sind nicht alle gleichermaßen schuld am Umweltkollaps und von den Folgen unterschiedlich betroffen? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der der Stoffwechsel mit der Natur rational geregelt ist, statt blindwütig und destruktiv abzulaufen? Durch welche Strategien, welche Vorgehensweisen und welche Forderungen ließe sich die Gesellschaft verändern?

Gedacht ist an ein längerfristiges Projekt. Treffen ist jeden zweiten Donnerstag online. Themen des zweiten Treffens werden u.a. sein:

 

  • Einschätzung der ökologischen Zerstörungen und ihrer Konsequenzen
  • Kapitalismuskritik
  • Kritik von Staat und Nation

Gestartet wird mit einer Diskussion über den Beitrag «Erhitzt und verdichtet» von Christian Zeller (erschienen in Analyse & Kritik, August 2021). Als Hintergrundmaterial dienen die Teile 1 und 2 einer Artikelserie von Zeller vom Oktober/November (klick hier). Dazu gibt es ein kurzes Input-Referat.

Die nächste Zusammenkunft ist am Donnerstag, 16. Dezember, um 19 Uhr.

https://indigo.collocall.de/ann-ut6-son-r41

Raumzugangscode: 942848

Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen.

Organisiert von Peter Bierl und Moritz Tille, Mitglieder des Kurt-Eisner-Vereins

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