Aktuelle Nachrichten https://bayern.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright Sun, 09 May 2021 14:26:09 +0200 Sun, 09 May 2021 14:26:09 +0200 TYPO3 Aktuelle Nachrichten https://bayern.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://bayern.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-44254 Fri, 07 May 2021 14:15:36 +0200 «Baiern ist fortan ein Freistaat» https://bayern.rosalux.de/news/id/44254?cHash=e7943768f358bf45036fd579e3664a3d Ausstellung Gesichter der Revolution verlängert Die Revolution 1918 wurde nicht von einer anonymen Masse getragen, sondern von Personen mit Namen, Gesichtern und Lebensgeschichten. Wer waren die bairischen Revolutionärinnen und Revolutionäre rund um Kurt Eisner?

Dieser Frage widmet sich die Ausstellung, die bis Ende 2021 in den Räumen des Kurt-Eisner-Vereins, Westendstraße 19, 80339 München, zu sehen ist. Kontakt: Julia.Killet@rosalux.org, 089-51996353

Kurator und Künstler: Wolfram Kastner, München, Aktionskünstler, Kurt-Eisner-Kulturstiftung, Das andere Bayern e.V.

Video mit dem Aktionskünstler Wolfram Kastner: klick hier

]]>
news-44171 Thu, 22 Apr 2021 18:07:27 +0200 IAA in München: Aktivist*innen planen Gegenkongress https://bayern.rosalux.de/news/id/44171?cHash=16e518c03d76693602b8da0194bd2898 Klimagerechte Mobilitätswende zwei Tage lang im Fokus Kongress für transformative Mobilität – KonTra IAA 9. und 10. September, München 100 Prozent konzernfrei: Unter diesem Motto planen Aktivist*innen der Mobilitätswendebewegung den Kongress für transformative Mobilität – KonTra IAA in München. Das zweitägige Treffen am 9. und 10. September versteht sich als Gegenveranstaltung zur Internationalen Automobilausstellung (IAA), die zur selben Zeit in München abgehalten werden soll. KonTra IAA grenzt sich auch bewusst von dem geplanten Mobilitätskongress der Stadt München ab, der laut Konzept «eng verzahnt mit der IAA sowie dem Verband der deutschen Automobilwirtschaft» stattfinden soll.

«Die aktuelle Verkehrspolitik ist autozentriert, klimaschädlich und sozial ungerecht. Für eine echte klimagerechte Mobilitätswende muss der Autoverkehr drastisch reduziert und öffentlicher Verkehr schnell und konsequent ausgebaut werden. Das geht nur gegen die Macht der Autoindustrie. Darum ist unser Mobilitätskongress 100 Prozent konzernfrei», sagt Yvonne Hagenbach vom Trägerkreis des Kongresses.

Achim Heier, ebenfalls im Trägerkreis aktiv, ergänzt: «Mit dem KonTra IAA wollen wir die inhaltliche Debatte über Ziele, Inhalte und Durchsetzungsmöglichkeiten der notwendigen Mobilitätswende voranbringen. Wir werden eine breite Palette von Veranstaltungen aus der kritischen Zivilgesellschaft anbieten, sei es von Umweltverbänden, Gewerkschaften, Wissenschaftler*innen oder Initiativen aus der Mobilitätswende- und Klimagerechtigkeitsbewegung».

Der Kongress fußt auf drei inhaltlichen Säulen:

  •     Konzepte für klima- und sozial gerechte Mobilität sowie Stadt- und Verkehrsplanung
  •     Konversion der Autoindustrie aus nationaler und internationaler Perspektive
  •     Stand und Perspektive der Bewegung für eine Mobilitätswende von unten

Über einen geeigneten Veranstaltungsort in München wird noch verhandelt. Der KonTra IAA ist als Präsenzveranstaltung geplant, kann je nach Entwicklung der Corona-Pandemie aber ganz oder teilweise online abgehalten werden. Der Kongress versteht sich als Teil der von verschiedenen Bündnissen getragenen Gegenaktivitäten zur IAA, zu denen auch eine Demonstration und verschiedene Aktionen zählen werden.

Zum Trägerkreis des KonTra IAA gehören das globalisierungskritische Netzwerk Attac Deutschland, Attac München und Attac Rosenheim, die Initiative «autofrei leben!», der BUND Naturschutz in Bayern, Changing Cities, das Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung (ISW), der Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern, die Naturfreunde Deutschlands sowie die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Twitter-Auftritt des KonTra IAA: twitter.com/kontraiaa  
Kontaktadresse zum Mitmachen und für weitere Informationen: kontra-iaa@attac.de

]]>
news-44093 Mon, 12 Apr 2021 15:14:27 +0200 Extremismus, Adorno und die CSU - Eine Analyse des CSU Grundsatzprogramms https://bayern.rosalux.de/news/id/44093?cHash=aa4baf30a239aaa9c698bc597731aced Podcast und wissenschaftliche Studie Ein Podcast zum Thema kann hier angehört werden.

In ihrer Bachelor-Arbeit geht Marie-Sophie Vogel auf die wissenschaftliche Diskussion um die Hufeisentheorie - auch Extremismusmodell genannt - ein. Nach einer Darstellung der Theorie und der Kritik daran überprüft sie den Mitte-Begriff.

Da die Theorie auf der Annahme beruht, dass die Mitte demokratisch ist, werden mithilfe von Adornos Theorie der Mündigkeit Merkmale mündiger, demokratischer Individuen und Gesellschaften als Kategorien festgelegt. Die so gebildeten Kategorien aus Adornos Theorie werden dann auf das Grundsatzprogramm der CSU, als Akteur der Mitte angewandt. Die Fragestellung lautet also, ob die CSU als Akteur der Mitte demokratiefähig ist und damit das Extremismusmodell bestätigt oder widerlegt.

Es stellt sich heraus, dass eine Explikation des Materials an vielen Stellen notwendig ist, um eine eindeutige Antwort auf diese Frage zu geben. Die Ergebnisse, die aus den Forschungen Marie-Sophie Vogels gewonnen werden, deuten aber an, dass die CSU ethnozentrisch und faschistisch im Sinne der Studien des autoritären Charakters Adornos und damit undemokratisch ist. Vor allem gegenüber Fremdgruppen zeichnet sich die CSU durch hierarchisches Denken aus. Die gefundene Tendenz stellt das Extremismusmodell in Frage, denn es erweckt den Eindruck, dass das formale Bekenntnis zur Freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht ausreicht, um Demokratiefähigkeit zu garantieren und damit, dass der Mitte-Begriff durch fehlende Trennschärfe zu den Rändern wissenschaftlich nicht haltbar ist. Marie-Sophie Vogels Forschungen können als ein erster Schritt gewertet werden, um die Extremismustheorie mit Hilfe der Parteiforschung zu widerlegen.

Die Bachelor-Arbeit mit dem Titel Mündige Mitte? Überprüfung der Tragfähigkeit der Extremismustheorie durch das Konzept der Mündigkeit Adornos anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse des Grundsatzprogramms der CSU als Akteur der "Mitte" kann hier heruntergeladen werden.

Marie-Sophie Vogel ist Klimaaktivistin und antifaschistische Aktivistin aus Niederbayern.

]]>
news-43928 Wed, 10 Mar 2021 18:05:36 +0100 Schutzbund-Partisanen-Widerstand https://bayern.rosalux.de/news/id/43928?cHash=0c42b3b32475f0e1a51905882e56c07c Bildungsreise und Wanderung vom 05.09. bis 11.09.2021 rauf den Spuren des bewaffneten Widerstands in Österreich 1934-1945 In Österreich hat es 1934 den ersten bewaffneten Aufstand gegen den Faschismus durch Angehörige des sozialdemokratischen »Schutzbundes« gegeben. Dieser wurde in den »Februarkämpfen« nach wenigen Tagen von dem austrofaschistischen Regime blutig niedergeschlagen. Viele der daran beteiligten Schutzbündler_innen mussten aus Österreich flüchten und schlossen sich in Folge etwa den Internationalen Brigaden in Spanien an. Andere traten – enttäusch von der sozialdemokratischen Parteiführung – in die verbotene Kommunistische Partei (KPÖ) ein, um den illegalen Kampf gegen den Faschismus in Österreich weiter zu führen.

Nach dem sogenannten „Anschluss“ an Nazi-Deutschland bildeten sich in unterschiedlichen Bergregionen Österreichs Partisan_innengruppen, die sich oft aus untergetauchten Kommunist_innen, geflüchteten KZ-Häftlingen, überzeugten Christ_innen oder desertierten Wehrmachtsangehörigen zusammensetzten. In dem an Bayern grenzenden Salzkammergut war die Partisan_innenbewegung »Willy/Fred« aktiv. Die Gruppe wuchs ab 1944 stark an. Auf dem von den Nazis nie entdeckten Unterstand »Igel« lebten bald bis zu 30 bewaffneten Partisanen. Eine noch größere Zahl war verstreut auf Almen und bei vertrauenswürdigen Kontaktpersonen untergetaucht. Insgesamt gehörten der Bewegung Ende 1944 bis zu 500 Personen im Salzkammergut an.

Auf der Bildungsreise werden wir die Bedingungen und verschiedenen Phasen und Akteur_innen des antifaschistischen Widerstands in Österreich 1934-1945 kennenlernen.

Stationen der Reise (u.a.):

  • Auf den Spuren des Februar 1934 in Wien – Kontinuitäten & Brüche: Austausch zu Antifaschismus in Österreich damals & heute
  • Besuch im Museum «Roter Waschsalon» im Karl-Marx-Hof Wien
  • Besuch im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands Wien
  • Besuch im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien
  • Rundgang zum Thema Widerstand und Verfolgung von 1934-1945 in „Favoriten“ (einem traditionellen Arbeiter*innenbezirk von Wien)
  • Zweitägige geführte Wanderung auf den Spuren der Partisanenruppe »Willy/Fred« im Salzkammergut.
  • Besuch der KZ Gedenkstätte in Ebensee.

Während der Woche ist eine geführte Bergwandertour eingeplant (Salzkammergut) incl. Übernachtung auf der Hütte (Ischler Hütte). Wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe und Wanderrucksack sind daher notwendig.

Der Teilnahmebeitrag von 550 Euro beinhaltet die Hotelunterkünfte für sechs Übernachtungen im Doppelzimmer, incl. Frühstück, das Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Bahn und Taxi-Transfers, Eintrittsgelder in Museen etc. Bei Unterkunft im Einzelzimmer umfasst der Teilnahmebeitrag 700 Euro.

Unterkunft: Für den Zeitraum 05.09 bis 11.09.2021 sind für alle Teilnehmenden auf unseren Reisestationen Unterkünfte gebucht. Vier Nächte im Hotel Magdas Wien, je eine Nacht in Bad Goisern, im Luise-Wehrenfennig-Haus bzw. Bad Ischl, in der Ischler Hütte (die Übernachtung auf der Ischler Hütte ausschließlich in Vier-Bettzimmern).

An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Wien bzw. Ebensee) ist selbst zu organisieren.

Termine: Anreise 05.09.2021 (Sonntag/Wien) bis Abreise 11.09.2021 (Samstag/Ebensee). Ab Ebensee besteht eine Zugverbindung nach München. Das Seminarprogramm findet von Montag bis Samstag (06.09, 10:00 Uhr bis 11.09.2021, 14:00) statt. Ein ausführliches Seminarprogramm mit Hintergrundinformationen zu Reise und Thema wird den Teilnehmenden rechtzeitig vor Reisebeginn zur Verfügung gestellt.

Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung: Die Reise ist in einigen Bundesländern für die Programmtage von Montag bis Donnerstag als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung anerkennungsfähig. Bei Rückfragen bitte an Andreas Merkens (andreas.merkens@rosalux.org) wenden.

Reiseleitung: Rainer Hackauf (Historiker, Wien) & Niklas Haupt (RLS Bayern/Fürth)

Anmeldung: Bis zum 30.04.2021 ist die Anmeldung ausschließlich Teilnehmer_innen mit Wohnsitz in Bayern vorbehalten. Eine Warteliste für Interessent_innen ausserhalb von Bayern wird eingerichtet. Ab dem 01.05.2021 erfolgt eine Öffnung auch für andere Bundesländer. Darüber hinaus erfolgt die Berücksichtigung für die Teilnahme entsprechend dem Eingang der schriftlichen Anmeldungen.

Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen.


Weiterführende Infos zu Thema und Stationen der Reise:

Das Rote Wien im Waschsalon - Ausstellung

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands

"Fragmente des Widerstands" - Radio Salzkammergut. Die Widerstandskämpfer im Salzkammergut, u.a. mit den Zeitzeugen Alois Straubinger und Karl Gitzoller.

Zeitgeschichtemuseum und KZ Gedenkstätte Ebensee - Film youtube


Corona - Update

Die Corona-Pandemie erschwert die Planung unserer Bildungsreisen!
Wir sind zuversichtlich ab Sommer 2021 wieder regulär unsere Reisen durchführen zu können.
Dennoch werden die Bildungsreisen nur unter Einschränkungen stattfinden können: Vorgaben, die sich aus den allgemeinen Regelungen des Gesundheits- und Hygieneschutzes in der jeweiligen Reiseregion ergeben, werden von uns umgesetzt.
Für jede Reise gilt, dass wir die Entwicklung der Pandemie in der Region genau verfolgen und abwägen, wie wir als Veranstalter die inhaltliche wie organisatorische Durchführung der Reise gewährleisten können und unserer Verantwortung für die gesundheitliche Sicherheit aller Teilnehmenden gerecht werden.

]]>
news-41515 Wed, 03 Mar 2021 13:50:00 +0100 Refugee struggle for freedom! https://bayern.rosalux.de/news/id/41515?cHash=8acb89b4e884364f66e54740db7c86c1 (Politische) Bildung von Geflüchteten für Geflüchtete Verschiedene Menschen, welche selbst in Lagern und Anker-Zentren leben, bilden sich gegenseitig in Bezug auf Ihre Rechte. D.h. Sie sammeln Wissen über das Grundgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz sowie dem Asylgesetz. Dieses Wissen geben sie dann in verschiedenen Sprachen an andere Menschen, in ähnlicher Lebenssituation, weiter.

Einige der Aktiven sind seit Jahren in Kämpfe um Bleiberecht auf kollektiver sowie persönlicher Ebene involviert. Im Bereich Asylrecht gilt der Satz „Das Private ist Politisch“ im Höchstmaß.

Die Gruppe der Aktiven reist im Sinne der politischen Bildung sowie des politischen Aktivismus von Lager zu Lager.

Sie klopfen an den Türen, organisieren sich bei Bedarf Übersetzung, setzen sich in die Mehrbettzimmer oder in die Gemeinschaftsräume und hören den Menschen und ihren Belangen zu, organisieren sich, bilden sich gegenseitig und klären über das deutsche Asylsystem auf.

Auch teilen sie beispielsweise Prozesskostenhilfeanträge aus, füllen diese gemeinsam aus, um dann Klagen gegen die Geldkürzungen unter dem Vorwand der verweigerten Mitwirkungspflicht erheben zu können.
 
Die Aufklärung der Rechte ist ein entscheidendes Medium als entrechtete Person in Deutschland, die aufgrund von Sprachbarrieren und dem staatlichen Unwillen der Übersetzung daran gehindert wird, sich selbst über die eigenen Rechte zu informieren.

Bildung als Basis des Widerstandes, sowohl kollektiv als auch  persönlich ist immer politisch und immer auch privat.

Bildung und damit einhergehend ebenso Vernetzung und rechtlicher Widerstand als Aktiv werden gegen die Verwehrung des Rechtes zu kommen, zu gehen und zu bleiben. Gegen Security-Gewalt, v.a. von rechten Betreibern. Gegen Sachleistungen und Taschengeld, sowie Taschengeldkürzungen. Für ein Recht auf Arbeit und Grundsicherung. Gegen die Mitwirkungspflicht und ihre Repression. Für ein Recht auf Wohnsitznahme und gegen Lagerzwang, prinzipiell für ein Recht auf ein Leben in Würde.

Aktuell reist die Gruppe an verschiedenen Tagen in verschiedene Lager und Anker-Zentren. Im vergangenen Jahr konnten sich bereits Menschen aus der Münchner Funkkaserne, Fürstenriedwest, Ebersberg sowie in Rosenheim, Donauwörth, Ingolstadt, Manching und Bad Tölz in den jeweiligen Lagern organisieren. Ab Januar 2020 werden wieder verstärkt mit dem Bayernticket oder mit dem Auto (entlegene) Orte aufgesucht und Menschen über ihre Rechte aufgeklärt.

Diese Form der Bildung und Vernetzung findet jedes Jahr, aufgrund der hohen Zahl an Abschiebungen und Flucht aus Deutschland, erneut statt.

Noch immer wird eine Möglichkeit gesucht, medienwirksam an die Öffentlichkeit zu treten, um gegen diese Zustände laut werden zu können.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeit: klick hier!

Eine Veranstaltungsreihe von Refugee Struggle For Freedom in Kooperation mit dem KEV.

]]>
news-43879 Tue, 02 Mar 2021 12:31:51 +0100 «MARX FÜR ALLE!» https://bayern.rosalux.de/news/id/43879?cHash=96b3a3bd36daf118a5ef43d8ca96c67f Einführung in Marx' Analyse und Kritik des Kapitalismus. Dreiteiliger Online-Workshop. In dem Workshop werden zentrale Ideen und Begriffe der Marx’schen Kapitalismuskritik verständlich zusammenfasst und diskutierbar gemacht. Dabei wird Marx’ Theorie weder als endgültige Wahrheit eines überlebensgroßen Denkmals linker Theorie noch als interessante, aber heute weitgehend überholte Polemik gegen den Kapitalismus des 19. Jahrhunderts dargestellt werden, wie es oft im Feuilleton oder in der Mainstream-Ökonomie geschieht. Stattdessen werden die Teilnehmer_innen ermächtigt, sich Marx’ ökonomische Theorie als lebendiges Analysewerkzeug für das Verständnis der kapitalistischen Produktionsweise in Vergangenheit und Gegenwart anzueignen.

Dieser Workshop ist ein Angebot für Teilnehmer*innen, die sich bislang nicht mit Marx beschäftigt haben, sich nicht an «ihn heran getraut haben» bzw. denen andere Angebote (Lesekurse, Diskussionsveranstaltungen usw.) zu kompliziert, unverständlich und zeitaufwendig waren. Er soll die weit verbreiteten Schwellenängste vor Marx nehmen und stattdessen Lust machen, sich mit Marx’ Werk und ökonomischer Theorie zu beschäftigen. Es wird kein Vorwissen über Marx vorausgesetzt.

Teamer: Christoph Ernst hat Soziologie, Politik und Politische Ökonomie studiert. Er ist Referent für ökonomische Grundlagenbildung bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Schwerpunkte seiner Bildungsarbeit sind ökonomische Theorien, Analyse der kapitalistischen Ökonomie und Wirtschaftskrisen.

Termine:

Donnerstag, 1. April, 18-20 Uhr
Donnerstag, 8. April, 18-20 Uhr
Donnerstag, 15. April, 18-20 Uhr

Eine Anmeldung ist notwendig unter: Christoph.Ernst@rosalux.org 

Veranstaltungsformat: Die Veranstaltungen finden digital mit dem Videokonferenz-Tool Zoom statt. Die Einwahldaten werden nach Anmeldung versendet.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Veranstaltungsreihe des Kurt-Eisner-Vereins.

]]>
news-43802 Mon, 15 Feb 2021 17:17:31 +0100 Einführung feministische Theorie und Praxis https://bayern.rosalux.de/news/id/43802?cHash=86cd41d8d6e948d9d40593ef8695f0f8 Grundlagenschulung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern Nach 150 Jahren Frauenkampf sind die Frauen noch immer nicht von Ausbeutung und Unterdrückung befreit. In der Grundlagenschulung «Einführung in die feministische Theorie & Praxis» wollen wir uns mit dieser Situation beschäftigen.

In 150 Jahren haben sich verschiedene politische Kämpfe abgespielt, die von Frauen angeführt wurden und zum Teil zu gesellschaftlichen Umwälzungen führten. Neben der Praxis entstanden feministische Theorien, in denen unterschiedliche Positionen und Prozesse diskutiert wurden.

In der digitalen Grundlagenschulung wird die Teamerin Günseli Yilmaz die Geschichte der Frauenbewegung von der ersten Welle (Frauenwahlrecht) bis hin zu der revolutionären zweiten Welle gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren. Dabei gibt sie einen Überblick über die verschiedenen Strömungen des Feminismus und ordnet ihre Entwicklungen & Motive in den historischen Kontext ein.

Eine Anmeldung ist notwendig unter: Johnny.Parks@rosalux.org. Nach der Anmeldung schickten wir euch die Texte zur Vorbereitung und die Einwahldaten zur Teilnahme. Die digitalen Veranstaltungen finden mit «Big Blue Button» statt.

Teamerin: Günseli Yilmaz studierte Philosophie an der Ludwig Maximilians Universität München. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit dem materialistischen Feminismus. Seit 2020 studiert sie Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie schreibt für das Philosophiemagazin Cogito und hält Vorträge im Rahmen politischer Veranstaltungen & innerhalb des Unikontexts.

Programm

  • Einleitende Sitzung – Warum Feminismus? Mittwoch, 17. März, 19 Uhr (Achtung Terminänderung, urspr. 24.3.)
  • Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft – Entstehung der Frauenbewegung Mittwoch, 7. April, 19 Uhr
  • Kritik an der ersten Welle – Entstehung der revolutionären zweiten Welle Mittwoch, 21. April, 19 Uhr
  • Intersektionalität und der Erfolg des Feminismus Mittwoch, 5. Mai, 19 Uhr
  • Queerfeministische Utopien – Gender Trouble Mittwoch, 26. Mai, 19 Uhr
  • Aneignung des Feminismus – Zerfall des revolutionären Potenzials Mittwoch, 9. Juni, 19 Uhr
  • Lernen aus der Geschichte – Notwendigkeit des Klassenstandpunkts im Feminismus Mittwoch, 23. Juni, 19 Uhr
  • Materialistischer Feminismus & Carearbeitsdebatte Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr
  • Kernthemen feministischer Organisation & Praxis Mittwoch, 21. Juli, 19 Uhr
  • Abschlusssitzung Mittwoch, 4. August, 19 Uhr

Eine Veranstaltungsreihe des Kurt-Eisner-Vereins.

]]>
news-43736 Tue, 02 Feb 2021 19:23:00 +0100 Produzieren, Streamen, Podcasten https://bayern.rosalux.de/news/id/43736?cHash=dafdfc418a8796dec52a2fe0c52db967 Digitale Veranstaltungen technisch umsetzen, moderieren oder choreografieren, aufnehmen und online stellen. Folgende Seminare werden angeboten:

  • «Podcasts sind für alle da» - Technik, Software, Choreografie, Freitag, 12.3., 17-21 Uhr
  • «Videos schneiden und online platzieren» - Wie schneide ich Videos, füge passende Jingle, Thumbnails etc. hinzu und platziere das Video online? Samstag, 13.3., 11-15 Uhr
  • «Livestreaming» - Aufnahmetechnik, Beleuchtung, Mikro, Software, Choreografie etc. Software: OBS Studio (und ggf. andere), Sonntag, 21.3., 11-15 Uhr
  • «Moderation von Online-Veranstaltungen» - Wie moderiere ich eine digitale öffentliche Veranstaltung? Freitag, 30.4., 16.30-20.30 Uhr

Die Seminare finden digital statt.
Für jedes Seminar wird eine Teilnahmegebühr von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) erhoben.
Eine Anmeldung ist notwendig unter: Johnny.Parks@rosalux.org
Pro Seminar können 15 Personen teilnehmen. Wir achten auf eine quotierte Teilnahmeliste.
Die Seminare richten sich an Vertreter*innen politischer Organisationen aus Bayern.
Voraussetzung für die Teilnahme sind Basis-Kenntnisse mit digitalen Medien.  

Folgende inhaltliche Kenntnisse werden vermittelt:

• Wie funktioniert gutes podcasten? Welche Software und Equipment brauchen wir? Wie laden wir diesen Podcast hoch und was müssen wir alles beachten, wenn wir vernünftige Podcasts produzieren wollen.

• Wie kann ein Livestream mit einfachen Mitteln möglichst professionell gestaltet werden? Welche Technik wird benötigt, was ist die richtige Sitzposition, Licht, was muss den Referent*innen mitgeteilt werden? Welche Programme können verwendet werden und welche Möglichkeiten bieten sie?

• Wie können digitale Veranstaltungen spannend und «catchy» choreografiert und moderiert werden?
Dabei werden verschiedene Formate mit unterschiedlichen Anforderungen an organisatorischen Aufwand und finanziellen Ressourcen abgebildet. Nach Möglichkeit wird die Nutzung von Free- and Open Source Software vermittelt, die erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz gerecht wird.

Eine Seminarreihe des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit der Linken Medienakademie.

]]>
news-43741 Tue, 02 Feb 2021 18:28:42 +0100 Staatstheorien und Staatskritik - Seminarreihe https://bayern.rosalux.de/news/id/43741?cHash=16480c3c584d3f94c0f9364e876a4d01 Nicht nur, aber auch das aktuelle staatliche Handeln in Zeiten von Covid 19 macht es nützlich, die Grundlagen von Staat und Politik zu erörtern. Dabei wollen wir eine Auswahl von staatstheoretischen Positionen zur Diskussion stellen, die – selbstverständlich ohne den Anspruch auf Vollständigkeit – dabei helfen sollen, sei es in kritischer Zustimmung zur oder kritischer Ablehnung der jeweiligen Position, den Staat in der bürgerlichen Gesellschaft zu verstehen. Liebe Freundinnen und Freunde des Kurt-Eisner-Vereins,

wir laden euch sehr herzlich ein zu einer Bildungs- und Diskussionsreihe des Kurt-Eisner-Vereins zum Thema „Staatstheorien und Staatskritik“. Unser Anliegen ist es, Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich jenseits des politischen Alltags mit verschiedenen Dimensionen kritischer Staatstheorie zu beschäftigen und die Motivation zu wecken, selbst tiefer in diese Fragen einzusteigen.

Und nicht zuletzt geht es uns darum, deshalb auch das Tagesseminar am Ende der Reihe, die Frage zu besprechen, was das alles für linke Politik bedeutet und inwieweit kritische Staatstheorien dabei überhaupt von Belang sind.

Eventuelle Änderungen aufgrund der pandemischen Voraussetzungen geben wir rechtzeitig bekannt.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei den bisherigen Planungen mit Hinweisen und Literaturtipps unterstützt haben.

Wir bieten allen Angemeldeten an, sich an der Vorbereitung der einzelnen Termine zu beteiligen. Details hierzu erhaltet ihr nach der Anmeldung. Anmeldung bitte an: wveiglhuber@gmail.com

 Mit freundlichen Grüßen,

 Julia Killet          Martin Fochler          Wolfgang Veiglhuber
 

Termine und Inhalte

  • 1.  Von den Anfängen bis zur Pariser Kommune
    (Termin: 8. Oktober 2021, 15:30 – 19:00)
    Karl Marx, Friedrich Engels, Ferdinand Lassalle, Michail Bakunin
    im Kurt-Eisner-Verein, Westendstraße 19, 80339 München
  • 2.  Von der Reichsgründung bis 1918/1919
    (Termin: 22. Oktober 2021, 15:30 – 19:00)
    W.I. Lenin, Rosa Luxemburg, Eduard Bernstein, Karl Kautsky, Kurt Eisner
    im Kurt-Eisner-Verein, Westendstraße 19, 80339 München
  • 3.  1919 bis 1945
    (Termin: 5. November 2021, 15:30 – 19:00)
    Eugen Paschukanis, Antonio Gramsci, Leo Trotzki, Mao Zedong
    im Kurt-Eisner-Verein, Westendstraße 19, 80339 München
  • 4. 1945 – 1989/1991
    (Termin: 19. November 2021, 15:30 – 19:00)
    Wolfgang Abendroth, Nicos Poulantzas, John Rawls, Staatsableitungsdebatte
    im Kurt-Eisner-Verein, Westendstraße 19, 80339 München
  • 5.  Linke Politik heute – staatstheoretische Voraussetzungen
    (Termin: 4. Dezember 2021, Tagesseminar 10:00 – 17:00)
    im EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München


    1) Aktuelle staatstheoretische Diskussionen, heutiger Stellenwert   kritischer Staatstheorie/Offene Fragen und Debatten
    Referent: Moritz Zeiler, Autor des Buches „Materialistische Staatskritik. Eine Einführung“ (Stuttgart 2017)

    2) Praktische linke Politik in Thüringen, Staatstheoretische Grundlagen? Verbindung von theoretischen Grundlagen und praktischer Politik?
    Referentin: Susanne Hennig-Wellsow, Parteivorsitzende DIE LINKE

Eine Veranstaltung des Kurt Eisner Verein. Leitung/Durchführung: Martin Fochler, Wolfgang Veiglhuber

]]>