Nachricht | Geschichte - Parteien- / Bewegungsgeschichte - Erinnerungspolitik / Antifaschismus - Deutsche / Europäische Geschichte - Kultur / Medien - GK Geschichte - Revolutionen100 Wanderausstellung über das Leben und Wirken Kurt Eisners

Kurt Eisner (1867-1919) Revolutionär, Gründer und 1. Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Schriftsteller, Journalist, Pazifist und Sozialist, Mitbegründer der USPD, ermordet am 21. Februar 1919 von einem Rechtsterroristen.

«Die Reaktion marschiert!» Ministerpräsident Kurt Eisner in Begleitung seiner Frau Else Eisner und dem Sekretär Felix Fechenbach auf der Rätedemonstration in München am 16. Februar 1919 an der Sendlinger Straße. Fotograf: Franz Xaver Hartl

Bestellen der Wanderausstellung:

Die Ausstellung kann beim Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung e.V. ausgeliehen werden. Kontakt: Julia Killet, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Regionalbüro Bayern, Westendstraße 19, 80339 München. Julia.Killet@rosalux.org, 089-51996353.

Die Wanderausstellung beinhaltet drei Lernziele:

  • Persönlichkeit von Kurt Eisner
  • Revolution in München
  • Gründung des Freistaates Bayern durch Kurt Eisner

Die Ausstellung umfasst:

  • 1 bedruckte Papiertafel im Format 190 x 140 cm
  • 3 bedruckte Papiertafeln im Format 190 x 160 cm
  • 41 bedruckte Papiertafeln im Format 210cm x 80cm

Es handelt sich um eine Hängeausstellung, bei der die Tafeln an Ausstellungsschienen oder Bilderleisten befestigt werden.

Inhaltliche Beschreibung:

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Leben und Wirken Kurt Eisners. Eingebettet wird das Thema in die Zeit der deutschen Arbeiter*innen-Bewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Kurt Eisner wird vorgestellt als Pazifist, überzeugter Gegner des Ersten Weltkriegs, Mitbegründer der USPD, als sozialistischer Revolutionär, Begründer des Freistaates Bayerns und 1. Ministerpräsident Bayerns. Darüber hinaus wird das politische Vorhaben Kurt Eisners verdeutlicht, das Volk zunächst zur Demokratie zu erziehen und dann eine Verbindung von Parlament und Räten zu installieren. Weiter wird die Ermordung Kurt Eisners durch den Rechtsterroristen Anton Graf von Arco auf Valley behandelt. Die Ausstellung endet mit der Gründung, dem Verlauf und der blutigen Niederschlagung der Bayrischen Räterepublik.

Inhaltsverzeichnis der Tafeln:

Nr. Tafel

Bezeichnung

Intro 01

Hoch der Achtstundentag

Intro 02

Frauenwahlrecht

01

Wer war Kurt Eisner?

02

Werdegang von Kurt Eisner

03

Sozialdemokratie zwischen Illegalität und Parlamentarismus

04

Eisner und Kant – Eintritt in den Vorwärtsverlag

04a

Eisner-Schriften: „Eine Reise um die Welt in 4 Tagen“

04b

„Die Tragödie des Mittelstandes“

04c

„Rein Menschlich“

04d

„Almela“ – „National Sociale Grundirrtümer“

05

Der Revisionismusstreit

06

Vortragstätigkeit – Münchner Post – Aufsätze zu SPD , Bildung in Preußen

07

1. Weltkrieg: Vom Hurrapatriotismus zu Massensterben und Hungersnot

08a

Eintritt in den Bund „Neues Vaterland“ und „Deutsche Friedensgesellschaft“

08b

Begegnung mit Quidde, Anita Augspurg, Karl Liebknecht und Gustav Landauer

08c

Künstler gegen den Krieg: Erich Mühsam

08d

Oskar Maria Graf und Ernst Toller

09

Die Spaltung der SPD

10

Brief an den SPD - Reichstagsabgeordneten Wolfgang Heine

11

Brief an Heine, 2. Teil

12

Kriegsgegner in der SPD – Rede Rosa Luxemburg – Gründung der „Gruppe Internationale“

13

Gründung der USPD

14

Eisner und die Münchner Jugendgruppe um Felix Fechenbach – Jugendinternationale

15

Kurt Eisner und der Januarstreik 1918

16

Für und Wider den Massenstreik - Eisners Verhaftung

17

7. November 1918: Hoch die Revolution!

18

Die Proklamation „Bayern ist fortan ein Freistaat“ – Verlauf der Machtübernahme

18a

Proklamation vergrößert

19

Abschaffung der Monarchie

20

Die Revolutionsfeier am 17. November

21

Konstituierung der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte

22

Die Regierung Eisner

22a

Regierungserklärung vergrößert

23

Eisners Bekenntnis zur Kriegsschuld und Reaktion – Streit um Wahltermin

24

Eisner: „Die Revolution ist keine Demokratie – sie will sie erst schaffen“

25

“Sozialismus ist nur ein Wort….“ – „Die Räte – Schule der Demokratie“

26

Bund Sozialistischer Frauen

27

Erich Mühsam: „Alle Macht den Räten“

28

Auer und Timm: Putschversuch – Beginn der Hetze gegen Eisner

29

Pressetiraden und Hetzparolen

30

Wahlplakate zu den Januarwahlen

31

Wahlplakat der Bayerischen Volkspartei

32

Wahlergebnis zur Landtagswahl

33

Das Staatsgrundgesetz der Regierung Eisner

34

Sozialistenkonferenz in Bern – Verleumdungen der rechten Presse

35

Arbeitslosendemonstration im Januar – Landes-Kongress der Räte bis 20. Februar 1919

36

21. Februar 1919: Ermordung Kurt Eisners

37

Trauer um Kurt Eisner

38

Bestattung Eisners am 26. Februar 1919

39

Trauerrede Gustav Landauer

40

Kurt Tucholsky: Nachruf auf Eisner

41

Erste Räteregierung

42

Die Regierung Hoffmann

43

Zweite Räteregierung

44

Die Niederschlagung der Räterepublik

45

Das Ende am 1. Mai 1919 und der rechte Terror in München

Einzelne Zeitausschnitte der Wanderausstellung zeigen:

Es ist möglich, einzelne zeitliche Schwerpunkte der Ausstellung zu präsentieren.

  • Vorkriegszeit: Plakate 1 – 6 (6 Tafeln)
  • Erster Weltkrieg: Plakate 7 – 16 (10 Tafeln)
  • Bayrische Revolution und Kurt Eisner als Ministerpräsident: Plakate 17 – 35 (19 Tafeln)
  • Ermordung Kurt Eisners und Räterepublik: Plakate 36 – 45 (10 Tafeln)

Anmerkung:

Die Tafeln 4a bis 4d und die Tafeln 8a bis 8d sind Reproduktionen der Leihtafeln aus der Ausstellung «REVOLUTIONÄR UND MINISTERPRÄSIDENT KURT EISNER 1867 – 1919», die anlässlich Kurt Eisners 150. Geburtstages im Münchner Stadtmuseum gezeigt wurden. Bei Interesse an diesen Tafeln kann ein Kontakt zum Münchner Stadtmuseum hergestellt werden. Alle anderen Tafeln sind Reproduktionen aus verschiedenen Dateien von den Kurator*innen der Münchner Ausstellung. www.muenchner-stadtmuseum.de

Angefertigt und umgesetzt wurde die Ausstellung mit großem Engagement von den Kooperationspartnern des Kurt-Eisner-Vereins Peter Kurz und Manfred Dannhorn, die die Ausstellung 2018 unter dem Titel «Hundert Jahre Freistaat Bayern» zum 100. Jahrestag der Bayrischen Revolution in Laufen und Trostberg präsentierten.

Rahmenprogramm:

Sehr zu empfehlen ist der Dokumentarfilm der Regisseurin Ulrike Bez «Es geht durch die Welt ein Geflüster» mit Zeitzeug*innen-Gesprächen über die Bayrische Revolution und Räterepublik. www.bezmedien.de/index.php/es-geht-durch-die-welt-ein-gefluester

Infoflyer zur Wanderausstellung: klick hier!