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17. Januar 2015: : Von der Mitbestimmung zur Wirtschaftsdemokratie?

Arbeiterbewegung, Gewerkschaft und Emanzipation.Videodokumentation der Konferenz zum 50. Todestag von Viktor Agartz (1897-1964)

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Zeit
17.01.2015, 00:00 - 00:00 Uhr
Mit
Klaus Barthel, Reinhard Bispinck, Ursula Bitzegeio, Dietmar Dath, Frank Deppe, Christoph Jünke, Jutta Krellmann, Walther Müller-Jentsch, Guntram Schneider, Thorsten Schulten, Mag Wompel
Themenbereiche
Arbeit / Gewerkschaften, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Parteien- / Bewegungsgeschichte
Kosten
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

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Am 9.Dezember 1964, vor nun einem halben Jahrhundert, starb der Wirtschaftspolitiker und Gewerkschafter Viktor Agartz (1897-1964). Agartz gehörte zu den wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit und prägte, als führender Sozialdemokrat und Leiter des gewerkschaftseigenen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts (WWI), auch die damaligen Vorstellungen einer wirtschaftsdemokratischen und sozialistischen Neuordnung wesentlich mit. Wurde er nach seiner Entlassung aus dem WWI der wohl bekannteste heimatlose Linke der fünfziger Jahre, machte ihn der im Jahre 1957 gegen ihn angestrengte Landesverratsprozess zur Persona non grata der deutschen Innenpolitik.

Nichts desto trotz blieb die Erinnerung an seine Positionen einer offensiv-kämpferischen Gewerkschaftspolitik virulent. Auch heute noch (und wieder) wird um Mitbestimmung und die Idee einer Wirtschaftsdemokratie gestritten, um die Möglichkeiten einer aktiveren Lohnpolitik und die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Umverteilungspolitik. Auch heute noch (und wieder) stehen Forderungen nach einer autonomen Gewerkschaftspolitik und einer neuen sozialen Gewerkschaftsbewegung im Zentrum mindestens der Debatten, die auf der gewerkschaftlichen und politischen Linken geführt werden.

Die Konferenz hat die Wiederkehr des fünfzigsten Todestages zum Anlass genommen, nicht nur an Viktor Agartz‘ Leben und Werk zu erinnern. Mehr noch ging es darum, seine alten Thesen auf den historischen Prüfstand zu stellen und danach zu fragen, wie sich die Agartz damals bewegenden Fragen heute darstellen, vor welchen strukturellen und konjunkturellen Problemen die heutigen Emanzipationsbewegungen, allen voran die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung stehen.

VIDEOS

Lesehinweise/ aktuelle Veröffentlichungen:

Programmflyer 

In Kooperation mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI), dem Bochumer Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum und dem Deutschen Gewerkschaftsbund NRW.

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392